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18.06.2016

12:47 Uhr

Cox-Attentat

„Mein Name ist Tod für Verräter, Freiheit für Großbritannien“

Im Zuge eines bizarren Auftritts ist der mutmaßliche Mörder der Labour-Abgeordneten Jo Cox dem Haftrichter vorgeführt worden. Die Polizei geht von einem Einzeltäter aus, untersucht aber Verbindungen zu rechten Kreisen.

Der mutmaßliche Mörder der britischen Labour-Abgeordneten Jo Cox ist dem Haftrichter vorgeführt worden. dpa

Gefangenentransport zum Gericht

Der mutmaßliche Mörder der britischen Labour-Abgeordneten Jo Cox ist dem Haftrichter vorgeführt worden.

London/BristallDer mutmaßliche Mörder der britischen Abgeordneten Jo Cox ist am Samstag einem Gericht in London vorgeführt worden. Auf die Frage nach seinem Namen sagte der 52-jährige Thomas M.: „Mein Name ist Tod für Verräter, Freiheit für Großbritannien.“ Die Staatsanwaltschaft beschuldigt ihn des Mordes, der gefährlichen Körperverletzung und des unerlaubten Waffenbesitzes.

Die 41-jährige Labour-Abgeordnete und EU-Befürworterin Cox war am Donnerstag im nordenglischen Birstall durch Schüsse und Messerstiche getötet worden. Die Polizei nahm Mair in der Nähe des Tatorts fest und stellte Waffen bei ihm sicher. Laut Zeugen rief er bei der Tat mehrmals „Britain first“ (Großbritannien zuerst).

Laut Polizeiangaben war der Mann mutmaßlich ein Einzeltäter. Den bisherigen Ermittlungen zufolge sei außer dem festgenommenen 52-jährigen Tatverdächtigen keine andere Person daran beteiligt gewesen, erklärte die Polizei des Landkreises West Yorkshire auf ihrer Internetseite. Der Angriff auf Cox sei offenbar eine „isolierte, aber gezielte Attacke“ gewesen.

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Blumen, Kerzen, Fahnen auf Halbmast: Großbritannien trauert um die ermordete Parlamentsabgeordnete Jo Cox. Das Tatmotiv des Angreifers ist noch unklar. Er soll psychisch krank sein und Sympathien für Neonazis hegen.

Die Polizei prüft nach eigenen Angaben aber zusammen mit Anti-Terror-Experten Medienberichte, wonach der Verdächtige Verbindungen zu Rechtsextremisten hatte und wegen psychischer Probleme in Behandlung war. Der Nachrichtenagentur AP zufolge, soll der 52-Jährige Verbindungen zur US-Neonazi-Organisation National Alliance unterhalten und die ultrarechte Publikation „SA Patriot“ abonniert haben.

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