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27.05.2015

03:03 Uhr

Cyber-Attacke auf US-Behörde

Hacker stehlen Daten von 100.000 Steuerzahlern

Hacker sind durch das Sicherheitsnetz der US-Steuerbehörde IRS gedrungen: Sie haben sich Zugang zu Daten von etwa 100.000 Steuerzahlern verschafft. Abgesehen hatten es die Täter auf doppelt so viel Informationen.

Symbolbild - Ein Experte am Computer: Bei der Cyber-Attacke auf die US-Steuerbehörde sollen sich die Täter Zugang zu Daten von etwa 100.000 Personen verschafft haben. ap

Netzsicherheit

Symbolbild - Ein Experte am Computer: Bei der Cyber-Attacke auf die US-Steuerbehörde sollen sich die Täter Zugang zu Daten von etwa 100.000 Personen verschafft haben.

WashingtonBei einer groß angelegten Cyber-Attacke auf ein Computersystem der US-Steuerbehörde IRS sind die Daten von rund 100.000 Steuerzahlern gestohlen worden. Unbekannte Hacker hätten personenbezogene Daten außerhalb der Steuerbehörde erlangt und dazu benutzt, sich zu den Nutzerkonten der Betroffenen bei der IRS Zugang zu verschaffen, teilte die Steuerbehörde des Bundes am Dienstag in Washington mit.

Mithilfe der vorab gesammelten Informationen über die Steuerzahler konnten die Hacker demnach einen mehrstufigen Authentifizierungsprozess durchlaufen. Dabei würden auch Fragen gestellt, "die normalerweise nur der Steuerzahler" beantworten könne, erklärte die IRS.

Die Hacker versuchten den Angaben zufolge zwischen Februar und Mitte Mai, Zugang zu rund 200.000 Nutzerkonten zu bekommen. In etwa der Hälfte der Fälle seien sie erfolgreich gewesen und hätten auf diese Weise persönliche Daten wie Geburtsdaten, Adressen und Sozialversicherungsnummern abgegriffen.

Außerdem erlangten sie Zugang zu einem System namens "Get Transcript", bei dem Nutzer in all ihre Vorgänge bei der Steuerbehörde Einsicht nehmen können. Das Angebot laufe über ein separates Computersystem. Die Steuerforderungen der IRS seien von dem Hackerangriff nicht betroffen, hieß es in der Mitteilung.

Der "Get Transcript"-Service sei als Konsequenz aus der Cyber-Attacke abgeschaltet worden, der Generalinspekteur und die Strafverfolgungsbehörden nahmen Ermittlungen auf. Die Nutzer aller 200.000 angegriffenen Nutzerkonten würden über den Vorfall verständigt, den Opfern der erfolgreichen Hackerangriffe werde eine kostenlose Sicherheitsüberprüfung angeboten.

Von

afp

Kommentare (1)

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Herr Manfred Zimmer

27.05.2015, 19:24 Uhr

Soll man sich freuen oder fürchten?

Schaut man nur auf das Thema "Stromausfälle" - und dies heute auch in Belgien -, dann muss man feststellen, dass unsere Regierungen nichts im Griff haben. Regierungen ganz gleich von welchem Land wir reden wollen.

Regierungen, die absolut nichts im Griff haben, aber die Zeit aufbringen die Bürger zu belauschen, sind wohl das Dümmste was man sich vorstellen kann.

Das soll keine Häme, aber der Ausdruck von Angst wegen deren Arbeit "nach bestem Wissen und Gewissen" sein. Es geht dabei nicht um die Funktionen, sondern vielmehr um deren Besetzung. Geht man vom objektiven Ergebnis deren Arbeit aus, dann muss man feststellen, dass wir es mit "Flaschen" in diesen Ämtern zu tun haben.

Entweder fahren die Herrschenden das System gegen die Wand oder in den Parteien stehen Demokraten auf und entfernen diese "alternativlosen Typen" aus ihren Ämtern und bringen Fachleute in die Ämter.

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