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02.03.2012

03:54 Uhr

Cyber-Kriminalität

FBI-Chef wird aktiver bei Internet-Angriffen

Auf der Sicherheitskonferenz RSA in San Francisco erklärt FBI-Direktor Mueller, dass Cyber-Kriminelle immer mehr ins Visier seiner US-Behörde geraten. Sie werden sogar wichtiger als Terroranschläge.

FBI-Direktor Robert Mueller Reuters

FBI-Direktor Robert Mueller

San Francisco Die größten Sicherheitsgefahren für die USA gehen nach Ansicht von FBI-Direktor Robert Mueller schon bald nicht mehr vom Terrorismus, sondern von Angriffen im Internet aus. Bei der Bekämpfung dieser Gefahren müsse die US-Bundespolizei den privaten Sicherheitsexperten helfen, erklärte Mueller am Donnerstag auf der Sicherheitskonferenz RSA in San Francisco.

Die Gefahren, die von organisierten Cyber-Kriminellen, Hackern und von Angriffen ausländischer Regierungen auf die Computersysteme ausgehen, sind in letzter Zeit immer mehr in den Fokus des FBI geraten. Mueller erklärte schon im Januar vor einem Senatsausschuss, er erwarte, dass die Terrorabwehr noch eine Zeit lang Priorität haben, dann aber von den Internetgefahren als Thema Nummer eins verdrängt werde.

So haben chinesische Hacker zehn Jahre lang das Firmennetz des US-Kommunikationskonzerns Nortel Networks ausspioniert. Die Eindringlinge hätten technische Zeichnungen, Forschungsergebnisse, Buchhaltungsdaten und die E-Mails von Mitarbeitern heruntergeladen, berichtet das Wall Street Journal.

Ausgangspunkt für den Angriff seien die Passworte von Top-Managern gewesen, doch mit der Zeit haben die Hacker sich immer tiefer ins System eingegraben und großflächigen Zugang zu Firmenrechnern erlangt. Als Ursprungsort der illegalen Zugriffe haben Nortel-Mitarbeiter die chinesische Metropolen Shanghai und Peking identifiziert.

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