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07.05.2013

00:16 Uhr

Cyberangriffe

Pentagon schwärzt Chinas Regierung an

Das US-Verteidigungsministerium hat der chinesischen Regierung erstmals direkt vorgeworfen, Hacker für geheime Angriffe auf US-Einrichtungen und Unternehmen einzusetzen. Dabei soll es auch um Militärtechnologie gehen.

Angriffe auf Computersysteme von US-Unternehmen sollen immer wieder aus China kommen. dpa

Angriffe auf Computersysteme von US-Unternehmen sollen immer wieder aus China kommen.

WashingtonDas US-Verteidigungsministerium hat die chinesische Regierung in ihrem Jahresbericht erstmals direkt beschuldigt, für Cyberattacken gegen die USA verantwortlich zu sein. Bei den Angriffen hätte Peking auch versucht, Informationen von Regierungsstellen zu stehlen, heißt es in dem am Montag veröffentlichten Bericht des Pentagons.

Das Verteidigungsministerium hatte in der Vergangenheit lediglich erklärt, dass die Cyberattacken von China aus ausgeführt worden seien und dass Peking möglicherweise zivile Hacker für geheime Computerangriffe auf amerikanische Unternehmen verwendet.

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Doch im Laufe des vergangenen Jahres hatten US-Regierungsvertreter und private Experten für Internetsicherheit immer öfter gemutmaßt, dass die Regierung direkt in die Cyberangriffe verwickelt sein könnte. Im Februar hatte etwa die US-Sicherheitsfirma Mandiant einen Bericht veröffentlicht, in dem sie eine geheime Militäreinheit Chinas in Shanghai beschuldigte, für Cyberattacken gegen mehr als 140 Unternehmen verantwortlich zu sein, die meisten davon aus den USA.

Auch das Pentagon verschärft in seinem Jahresbericht die Wortwahl. Darin ist zu lesen: „Im Jahr 2012 wurden zahlreiche Computersysteme auf der Welt, darunter auch jene im Besitz der US-Regierung, weiterhin Ziel von Angriffen, von denen einige direkt der chinesischen Regierung und dem Militär zuordenbar zu sein scheinen.“

China nutze seine Cyberfähigkeiten, um Informationen gegen diplomatische, wirtschaftliche und militärische Programme der USA zu sammeln. Die für eine solche Cyberspionage nötigen Fähigkeiten seien ähnlich denen, die in einem regelrechten Cyberkrieg verwendet werden würden, warnt das Pentagon.

Die USA fordern seit längerem, dass China den Vorwürfen nachgeht und den Aktivitäten ein Ende setzt. Auch bei einem Telefonat mit Präsident Xi Jinping nach dessen Ernennung hatte US-Präsident Barack Obama die Internetattacken angesprochen. Regierungschef Li Keqiang hatte die Klagen der USA als „grundlose Anschuldigungen“ zurückgewiesen. Hackerangriffe seien ein weltweites Problem und China selbst ein Opfer. China unterstütze solche Attacken nicht und lehne sie ab.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

07.05.2013, 11:22 Uhr

Die USA spionieren sogar ihre Verbündeten schon seit Jahrzehnten aus.
Das ist ein offenes Geheimnis und wir machen gute Miene zum bösen Spiel.

Und nun sind die gleich am weinen, weil sich jemand traut das gleiche zu machen ...

Erbärmlich !

HartmutPohl

07.05.2013, 15:15 Uhr

Mobbing, Bashing, Tralala

Seit Jahren müssen wir uns das anhören: Die Chinesen
spionieren, verkaufen Router mit integrierter Spionagesoftware, leiten E-Mails über China etc. nur: Es werden seit Jahren nur pauschale Vorwürfe erhoben - ohne jeglichen Beweis. Warum nur gibt es keine Beweise? :-)

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