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01.05.2012

15:46 Uhr

Cyberwar gegen Iran

„Keiner redet über diesen Krieg“

VonThomas Fischermann
Quelle:Zeit Online

Nicht zum ersten Mal beschwert sich Iran über Angriffe aus dem Internet. Der Berliner Computersicherheitsexperte Sandro Gaycken beurteilt die jüngsten Attacken auf den Iran – und die Gefahr für Deutschland.

Die iranische Ölindustrie war vor kurzem Ziel eines Angriffs mit Computerprogrammen. Reuters

Die iranische Ölindustrie war vor kurzem Ziel eines Angriffs mit Computerprogrammen.

Die Regierung in Teheran berichtet von „Cyberattacken“ auf sein wichtigstes Ölterminal. 2010 legte schon mal ein Computerschädling namens Stuxnet iranische Nuklearanlagen lahm. Ist das jetzt das neue Zeitalter der sogenannten Cyberkriege?

Sandro Gaycken: Was da im Iran gerade im Detail geschehen ist, weiß man noch nicht. Insofern möchte ich jetzt noch keine weitreichenden Schlüsse ziehen. Anscheinend handelte es sich aber um einen Computerwurm, der relativ schnell entdeckt wurde und der angeblich auf Datenklau und Datenlöschungen aus war.

Wenn man vor ein paar Jahren erzählt hätte, dass der Iran durch eine Cyberattacke angegriffen worden sei, hätte man wohl als Antwort gehört: Geht weiter James-Bond-Filme gucken!

Ja, aber solche Vorkommnisse haben die Fantasiewelt längst verlassen. Schon 2009 und 2010 gab es Fälle, die mit dem vergleichbar sind, was jetzt im Iran passiert sein soll: Damals wurde eine Reihe von Erdölunternehmen angegriffen, und zwar mit sehr hoch entwickelter Spionagesoftware. Damals wurden allerdings Geodaten über neu entdeckte Ölfelder geklaut. Man kam schnell überein, dass hinter diesem hoch entwickelten Angriff Staaten stecken mussten, zumal nur Staaten mit solchen Daten etwas anfangen können.

Genau weiß man es aber nicht?

Man weiß es nie so genau, das ist ja auch das Problem der jetzigen Attacke im Iran. Vielleicht steckte ein anderer Staat dahinter, einer der Feinde des Irans, der Wirtschaftssabotage betreiben oder einfach seine Macht demonstrieren wollte. Vielleicht haben aber auch Cyberkriminelle versucht, Daten zu entwenden, um beispielsweise an der Börse damit zu spekulieren. Unter Umständen ist ein Computerschädling anderswo ausgebrochen und dann zufällig auf diesen Anlagen gelandet. All das wäre plausibel. Am Ende könnte sich die Sache sogar noch als Propagandatrick herausstellen.

Kommentare (7)

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KFR

01.05.2012, 18:09 Uhr

solange nur ( Mängel von )"speicher-programmierbare Steuerungen" einer nahmhaften de - Unternehmung "missbraucht" werden ( seit längerem jedem Anwender bekannt ), geht nur der Ruf den Bach runter ! Der "Krieg" geht längst bis auf den lokalen Schreibisch

Account gelöscht!

01.05.2012, 21:09 Uhr

Es geht hier um die Zukunft des Dollar.
Als Leitwährung müssen alle Rohstoffe in Dollar bezahlt werden. Das versucht der Iran gerade zu umgehen und deshalb die starken Geschütze gegen den Iran. Wenns klappt, ade Dollar

Schönen Abend noch.

Account gelöscht!

01.05.2012, 21:59 Uhr

Blödsinn !

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