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06.06.2014

21:00 Uhr

D-Day-Feiern und die Ukraine

Ein bisschen Frieden

Putin trifft Obama, Poroschenko und Merkel: Die Mächtigen der Welt feiern den 70. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie. Doch alles dreht sich um die Ukraine-Krise. Das Eis, so scheint es, ist gebrochen.

Obama (l.) und Putin, zusammengeschnitten auf einer Leinwand: „voll und ganz auf die ukrainischen Angelegenheiten konzentriert“.

Obama (l.) und Putin, zusammengeschnitten auf einer Leinwand: „voll und ganz auf die ukrainischen Angelegenheiten konzentriert“.

OuistrehamDie Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie haben den Weg für eine Entspannung in der Ukraine-Krise geebnet. Erstmals trafen am Rande der Zeremonie am Freitag Russlands Präsident Wladimir Putin und das neugewählte ukrainische Staatsoberhaupt Petro Poroschenko zusammen.

Beide sprachen nach Angaben der französischen Regierung in Benouville eine Viertelstunde lang über Möglichkeiten, wie die Lage in der Ostukraine entspannt werden könne. Mit der Quasi-Anerkennung des neuen ukrainischen Präsidenten erfüllt Putin eine zentrale Forderung der westlichen G7-Staaten.

In der Normandie kam es überraschend auch zu einem Treffen zwischen Putin und Barack Obama. Der US-Präsident hat seinen russischen Kollegen Wladimir Putin zu einem Kurswechsel im Ukraine-Konflikt aufgefordert und Konsequenzen im Falle einer Weigerung angedeutet. Ohne eine „Deeskalation der Spannungen in der Ukraine“ werde sich Russland auf internationaler Bühne „weiter isolieren“, sagte Obama laut seinem stellvertretenden Nationalen Sicherheitsberater Ben Rhodes.

Der US-Präsident forderte demnach die Anerkennung des gewählten ukrainischen Staatschefs Petro Poroschenko durch Moskau, das „Ende der Unterstützung für die Separatisten in der Ostukraine und einen Stopp sämtlicher Waffen- und Materiallieferungen über die Grenze“ zum Nachbarland. Obama habe Putin im persönlichen Gespräch verdeutlicht, dass die „erfolgreiche“ Präsidentschaftswahl in der Ukraine am 25. Mai „eine Chance ist, die ergriffen werden muss“, sagte Rhodes weiter.

„Sollte Russland diese Chance ergreifen, die neue Regierung in Kiew anerkennen und mit ihr zusammenarbeiten“, könnten möglicherweise auch bilaterale Spannungen im Verhältnis zwischen Moskau und Washington abgebaut werden, erläuterte Rhodes die Äußerungen Obamas weiter.

Kremlsprecher Dmitri Peskow teilte dazu mit: „Obwohl das kein eigens angesetztes Treffen war, hatten die Staatsoberhäupter die Möglichkeit, ihre Meinungen über die Lage in der Ukraine auszutauschen - und auch über die Krise in der Ostukraine.“ Auch Putin sprach sich für ein Ende des Militäreinsatzes aus: „Diese Operation sollte sofort beendet werden. Es sollte umgehend eine Waffenruhe eintreten“, sagte er am Freitag der Agentur Interfax zufolge. Erst dann könne ein Verhandlungsprozess beginnen, sagte Putin. „Die Verhandlungspartner in diesem Fall sollten aber nicht Russland und die Ukraine sein, weil Russland nicht an dem Konflikt beteiligt ist, sondern die Anhänger einer Föderalisierung im Osten“

Putin, Poroschenko und Bundeskanzlerin Angela Merkel betraten am Freitag zusammen das Schloss von Benouville, in dem ein Mittagessen für die Gäste der Feierlichkeiten zum D-Day organisiert war. Etwa 20 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt gedachten in einer Serie von Veranstaltungen der Landung der alliierten Truppen am 6. Juni 1944. Mit dem Tag vor 70 Jahren war die Niederlage Hitler-Deutschlands im Zweiten Weltkrieg entscheidend vorangetrieben worden. Hollande mahnte, die verlustreichen Kämpfe blieben eine Verpflichtung, sich auch heute für die Freiheit einzusetzen. Der D-Day habe „die Welt verändert“

Frankreichs Präsident Hollande hatte Putin und Poroschenko ausdrücklich in der Hoffnung eingeladen, dass die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg auch für einen Durchbruch im angespannten ukrainisch-russischen Verhältnis sorgen würde.

Kommentare (1)

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06.06.2014, 17:44 Uhr

Wollen uns die Systemmedien mit ihrer Anti-Russland Propaganda auf einen Krieg gegen unsere Freunde in Russland einstimmen?

Stelle dir vor, es gibt Krieg und keiner geht hin.

Feindbilder schaffen Projektionsflächen und erlauben es, dass man sich selbst "stark" und "besser" fühlen kann. Die Massenmedien schaffen ständig solche Feindbilder:

"Schurkenstaaten", "Terroristen", "Verschwörungstheoretiker" und neu auch "Esoteriker" und "Veganer". Aktuelle Beispiele aus der Ukraine zeigen, wie durch journalistische Manipulation die "Massen" gegen ausgewählte Minderheiten und Andersdenkende aufgehetzt werden.

Sie kennen sicher das Zitat des US-Politikers Hiram Johnson: "Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit." Und manchmal bleibt die Wahrheit eben schon im Vorfeld auf der Strecke – damit überhaupt Gründe für einen gewollten Krieg vorliegen.

Das hat die Geschichte immer wieder gezeigt. Und mit gezielt gestreuten Falschmeldungen in den Medien ist schon so mancher Konflikt gewollt eskaliert.

Da war doch was in den Propagandamedien mit "Irak hat Massenvernichtungswaffen", oder?
Habe ich das 2002 und 2003 nur geträumt, dass jeden Tag Politiker und Experten im Fernsehen auftraten und erklärten, wir müssten gegen den Irak in den Krieg ziehen, weil Saddams Arsenal an tödlichen Waffen so bedrohlich ist?

Sollen wir jetzt von den gleichen West-Propagandamedien gegen unsere Freunde in Russland gehetzt werden?

Speziell heute in unserem Medienzeitalter sorgen immer wieder Bilder von Unruhen für massive Stimmungsmache – und dann stellt sich oft heraus, dass es sich um komplett gestellte Bilder handelte.

Deshalb empfiehlt es sich, bei solchen "Nachrichten" skeptisch zu sein, da niemand von uns die Wahrheit wirklich überprüfen kann.

Aus diesem Grund, sollten Sie sich bei "Nachrichten" immer fragen:

Kann man alles glauben, was in den gleichgeschalteten Massenmedien steht?

Wie man die Massen auf Krieg einstimmt.

http://www.youtube.com/watch?v=kkpHpwaMWwo#t=440

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