Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.06.2014

13:46 Uhr

D-Day

Merkel ermahnt Putin

In der Normandie soll die Truppenlandung der Alliierten gedacht werden. Doch Putins erster Westbesuch seit der Annexion der Krim steht ganz im Zeichen der Ukraine-Krise. Am Mittag traf der Kremlchef mit Merkel zusammen.

Gespräche zur Ukraine-Krise

Merkel ermahnt Putin in Deauville

Gespräche zur Ukraine-Krise: Merkel ermahnt Putin in Deauville

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

DeauvilleKanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin aufgefordert, für eine Stabilisierung der Lage in der Ukraine alles in seiner Macht stehende zu tun. Merkel habe bei ihrem Treffen mit Putin im französischen Badeort Deauville die Überzeugung geäußert, dass nach der international anerkannten Präsidentenwahl in der Ukraine jetzt die Zeit genutzt werden müsse, „um eine Stabilisierung der Lage insbesondere in der Ostukraine zu erreichen“, teilte die Bundesregierung am Freitag nach dem Gespräch mit. Russland müsse seiner großen Verantwortung dabei gerecht werden.

Nach Angaben aus deutschen Delegationskreisen dauerte das Gespräch am Rande der D-Day-Gedenkfeierlichkeiten in der Normandie knapp über eine Stunde. Merkel hatte in den vergangenen Wochen immer wieder mit Putin telefoniert, ihn zuletzt aber am 6. September beim G20-Gipfel im russischen St. Petersburg persönlich getroffen.

Putins Sprecher Dmitri Peskow sagte der Agentur Interfax: „Putin und Merkel haben sich voll und ganz auf die ukrainischen Angelegenheiten konzentriert - auf die Suche nach einer ukrainischen Lösung.“ Auf die Frage, ob es auch um Meinungsverschiedenheiten gegangen sei, sagte der bei dem Treffen anwesende Peskow: „Genau dem war das Gespräch gewidmet.“ Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow sagte der Staatsagentur Itar-Tass, beide Seiten hätten nach Kompromissen gesucht.

Zur Begrüßung hatten sich Merkel und Putin kurz die Hand gegeben, die Atmosphäre wirkte kühl. Beide saßen vor den Flaggen ihrer Länder an einem kleinen Tisch relativ weit voneinander entfernt. Merkel begegnete Putin mit ungewohnt ernst wirkendem Gesichtsausdruck, zeitweise mit demonstrativ hochgezogenen Augenbrauen und einem strengen, ermahnend wirkenden Blick. Putin setzte sich breitbeinig auf die andere Seite des Beistelltischs, das ihn von Merkel trennte und schaute ebenfalls demonstrativ von der Kanzlerin weg zur Seite.

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

06.06.2014, 13:56 Uhr

Zitat : Merkel ermahnt Putin

- ob Putin dabei vom Stuhl gefallen ist.....:-)

Account gelöscht!

06.06.2014, 14:30 Uhr

Eine Menschenrechtsvertreterin, die über Leichen geht
für Ihre Auffassung, eine bigotte Person. Was hat solch eine Person zu ermahnen?

Account gelöscht!

06.06.2014, 14:37 Uhr

Die Maus ermahnt den Bären und droht ihm! Seltsam!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×