Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.06.2014

15:03 Uhr

D-Day

Obama und Putin gehen auf Distanz

Am Rande des Mittagessens der Staatschefs im Schloss von Bénouville sprach Putin mit dem ukrainischen Präsidenten Poroschenko – ein erster diplomatischer Erfolg. Russlands Präsident und Obama gehen hingegen auf Distanz.

Vereinigung Frankreichs und der USA

Obama würdigt überlebende Veteranen des D-Day

Vereinigung Frankreichs und der USA: Obama würdigt überlebende Veteranen des D-Day

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

ParisFrancois Hollande hat eine ersten diplomatischen Erfolg bei seinem Versuch, die Ukraine-Krise zu entschärfen, erreicht. Am Rande des Mittagessens der Staats- und Regierungschefs im Schloss von Bénouville in der Nähe von Caen sprach Russlands Präsident Wladimir Putin eine Viertelstunde mit dem neu gewählten ukrainischen Präsidenten Petros Poroschenko „über Möglichkeiten, zu einer Deeskalation zu kommen“, wie es in der Umgebung Hollandes hieß. Bundeskanzlerin Angela Merkel war bereits am Morgen mit Putin zu einem einstündigen Gespräch zusammen getroffen.

Als Putin in Bénouville ankam, begleitete Hollande ihn persönlich ins Schloss und blieb mehrere Minuten bei ihm. Zwischen den beiden war nichts von der Kälte und Distanz zu spüren, die der britische Premier David Cameron am Vorabend bei seinem Gespräch demonstrativ gezeigt hatte. Hollande blieb auf dem roten Teppich mit Putin stehen, drehte sich zu den Fotografen und TV-Kameras und posierte ein paar Minuten mit ihm. Anschließend begleitete er ihn als einzigen Gast ins Gebäude hinein. In der Zwischenzeit musste Premier Manual Valls die nächsten Gäste empfangen. Im Park des Schlosses gab es ein Ballett der Helikopter, mit denen die Staats- und Regierungschefs, darunter einige gekrönte Häupter, eintrafen. Das Essen und die für den Nachmittag terminierte Feier am Strand von Ouistreham verzögerten sich, weil einige Teilnehmer zu spät am Schloss eintrafen.

Mit gut einer halben Stunde Verspätung war Barack Obama der letzte Lunch-Gast. Möglicherweise hatte er seine Ankunft absichtlich hinausgezögert, um zu vermeiden, dass er im Vorfeld des Essens mit Putin zusammentreffen konnte. Er brachte als einziger Teilnehmer in seiner gepanzerten Limousine einen Veteranen mit – wie um zu unterstreichen, dass er lediglich zur Erinnerung an den D-Day gekommen sei und nicht, um sich in Diplomatie zu üben. Das französische Protokoll war überrascht von Obamas Geste.

70 Jahre D-Day: Materialschlacht um die Normandie

70 Jahre D-Day

Materialschlacht um die Normandie

Ihren Erfolg bei der Landung in der Normandie im Juni 1944 verdankten die Alliierten nicht nur dem Einsatz ihrer Soldaten, sondern auch vielen gewagten technischen Lösungen – und einer raffinierten Irreführung.

Zuvor hatten Hollande und Obama auf den US-Soldatenfriedhof von Colville der Landung am 6. Juni und der blutigen Kämpfe an Omaha Beach gedacht. „Uns Franzosen beeindruckt an den Amerikanern vor allem ihre Liebe zur Freiheit,“ sagte Hollande. Obama nutzte die Gelegenheit, um die Veteranen zu ehren: „Die Normandie, das war der Strand der Freiheit. Hier wurde nicht nur der Sieg im Krieg entschieden, sondern auch die Friedensordnung für die folgenden Jahrzehnte.“ Obama fügte hinzu: „Weil Ihr gekämpft habt, konnten wir in Frieden leben“, erinnerte aber auch an neue Herausforderungen wie den Kampf gegen den Terror. Hollande dagegen wies ebenfalls darauf hin, dass Franzosen und Amerikaner gemeinsam für die Freiheit gekämpft hätten. Heute würden sie sich neuen Aufgaben stellen, „wie dem Kampf gegen den Klimawandel gegen und gegen zunehmende Ungleichheit.“

Am Freitag wurde eine aktuelle Umfrage bekannt, die zeigt, wie stark sich die Welt seit den Kämpfen der Alliierten gegen die Deutschen in der Normandie verändert hat: Für 82 Prozent der Franzosen sind heute die Deutschen ihre verlässlichsten Verbündeten. Damit rangieren sie noch vor den Amerikanern.

Von

th

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

06.06.2014, 15:38 Uhr

D - DAY
.......
20.000 amerik. tote
..
20. mio. russische tote im 2. Weltkrieg
..
die Fakten werden immer noch verfälscht..!!
..
..

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×