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31.07.2015

13:44 Uhr

David Cameron

Mehr Zäune und Spürhunde gegen Flüchtlinge

„Wir werden mehr Zäune, mehr Mittel, mehr Spürhunde-Staffeln schicken“: Großbritanniens Premier David Cameron will angesichts der Flüchtlingskrise am Eurotunnel aufrüsten und nennt die Situation in Calais „inakzeptabel“.

Seit Wochen versuchen nahe der französischen Hafenstadt Calais immer wieder hunderte Flüchtlinge, an Bord von Güterzügen nach Großbritannien zu gelangen. dpa

Flüchtlingskrise am Eurotunnel

Seit Wochen versuchen nahe der französischen Hafenstadt Calais immer wieder hunderte Flüchtlinge, an Bord von Güterzügen nach Großbritannien zu gelangen.

LondonMit mehr Zäunen und Spürhunden will der britische Premierminister David Cameron dem Flüchtlingsandrang auf der französischen Seite des Eurotunnels entgegentreten. „Die Situation ist inakzeptabel“, sagte Cameron am Freitag nach einer Dringlichkeitssitzung von Ministern und Sicherheitsvertretern in London.

„Menschen versuchen illegal in unser Land zu kommen, und hier gibt es Behinderungen für Fernfahrer und Urlauber. Wir werden mehr Zäune, mehr Mittel, mehr Spürhunde-Staffeln schicken.“ Die Flüchtlingskrise werde „den gesamten Sommer über ein schwieriges Thema“ bleiben.

Cameron kündigte zudem an, noch am Freitag mit Frankreichs Staatschef François Hollande telefonieren zu wollen. „Ich will ihm für die zusätzlichen Polizeikräfte danken, die eingesetzt wurden und die eine gewisse Wirkung gezeigt haben.“ Großbritannien sei bereit, mehr zu helfen, „um den Druck auf jener Seite der Grenze zu mindern“. Großbritannien hat bereits umgerechnet 32 Millionen Euro zugesagt, um die Sicherheitsvorkehrungen auf der französischen Seite des Eurotunnels zu verstärken.

Seit Wochen versuchen nahe der nordfranzösischen Hafenstadt Calais immer wieder hunderte Flüchtlinge nachts zum Eurotunnel vorzudringen, um an Bord von Güterzügen nach Großbritannien zu gelangen. Die Behörden zählten im Verlauf der Woche teilweise rund 2000 abgewehrte Fluchtversuche pro Nacht – die Zahl der Flüchtlinge liegt aber niedriger, weil diese in einer Nacht mehrfach versuchen, die Zäune vor dem Eurotunnel-Eingang zu überwinden.

Nachdem die französische Regierung mehr Polizisten nach Calais schickte, sank die Zahl der Fluchtversuche zuletzt. Bei ihren verzweifelten Fluchtversuchen sind seit Anfang Juni zehn Flüchtlinge auf der französischen Seite des Ärmelkanals bei Unfällen ums Leben gekommen.

Von

afp

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