Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.01.2011

16:14 Uhr

Davos-Bilanz

Politiker und Banker rufen Ende der Euro-Krise aus

In der europäischen Schuldenkrise stehen die Zeichen offenbar auf Entspannung: Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos erklärten am Wochenende führende Politiker und Banker, dass sich die Lage spürbar beruhigt habe und das Schlimmste überstanden sei.

Schäuble in Davos: Der Euro ist wieder sicher. Reuters

Schäuble in Davos: Der Euro ist wieder sicher.

HB DAVOS/BERLIN. „Ich denke, die Euro-Zone hat die Kurve bekommen“, sagte Frankreichs Wirtschaftsministerin Christine Lagarde am Samstag. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble warnte Anleger davor, noch gegen den Euro zu wetten. Die Frage, ob der Euro Bestand haben werde, stelle sich nicht mehr, erklärte auch der Chef der britischen Bank Barclays, Bob Diamond.

Angesichts dieser Entspannung warnten Schäuble und die FDP-Fraktionsvorsitzende Birgit Homburger davor, in der Debatte um den Euro-Rettungsschirm nach immer neuem Geld zu rufen. „Wer die Debatte auf diese Frage konzentriert, verhindert, dass wir zu einer tragfähigen Gesamtlösung kommen“, sagte Schäuble (CDU) dem Magazin „Wirtschaftswoche“.

Die EU-Kommission und einige EU-Partner hatten eine Aufstockung des Schirms verlangt, der bislang 750 Milliarden Euro zur Rettung von überschuldeten Euro-Staaten wie Irland enthält. Damit soll sichergestellt werden, dass im Notfall auch weiteren Staaten wie Portugal oder Spanien unter die Arme gegriffen werden kann.

„Wir wollen das Zukleistern der Probleme in Europa mit dem schlichten Ruf nach Geld und noch mehr Geld verhindern“, schrieb Homburger in einem Gastbeitrag für Reuters. Nur ein scharfer Stabilitätspakt und eine Schuldenbremse nach deutschem Vorbild könnte die Wiederholung von Krisen in der EU verhindern.

Schäuble drang auf „eine bessere Koordinierung der Wirtschafts- und Finanzpolitik sowie Strukturreformen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Mitgliedsstaaten“.

Kommentare (13)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Morchel

30.01.2011, 17:32 Uhr

Ein Pfeiffen im Dunklen Wald. Wir wollen diese von Krankheiten gezeichnete Euroschande nicht. Weder lebt der Euro noch ist die Kurve genommen. blos wiel eine von der Leyen meint wir haben kaum noch Arbeitslose so sei daran erinnert das wir 4,7 Millionen Langzeitarbeitslose haben und dazu kommen noch 3 Millionen arbeitslose. Wo ist die Kamera in der ich das rienlächeln kann, denn ich bin wichtig unabkömmlich. Ja so einfach geht das Der Euro hat die Kurve bekommen. Die paar Verlierer her gott das war auch im Kommunismus so die paar Toten wollten einfach nicht begreifen es geschieht alles nur zu ihren besten. Danke

Xavi

30.01.2011, 18:04 Uhr

@Morchel:

ihr Gehetze gegen den Euro in allen Kommentaren deutet auf schwere persönliche Probleme hin.

Was ist denn mit ihnen los? Scheidung? insolvenz? Krankheit? impotenz?

Wie könnte man ihnen helfen?

bankerboy

30.01.2011, 18:25 Uhr

Die EU und der iWF würden dann die Fälligkeit ihrer Rettungskredite für Griechenland auf 30 Jahre verlängern. Private Geldgeber, die griechische Anleihen im Volumen von mehr als 100 Milliarden Euro besitzen, würden im Anschluss gebeten, die Fälligkeit auf 15 bis 20 Jahre auszudehnen.

Unter diesen Rahmenbedingungen (Geldentwertung über 30 Jahre) können die Gläubiger ihr Geld auch gleich verschenken !

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×