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28.01.2011

20:00 Uhr

Davos

Merkel und Cameron kämpfen für freien Welthandel

VonHermann-Josef Knipper

Die Staatsschulden sind nicht das einzige große Thema für Bundeskanzlerin Angela Merkel in Davos. Die Kanzlerin bricht auch eine Lanze für den freien Welthandel - und erzielt dabei einen deutsch-britischen Schulterschluss.

Der britische Premier David Cameron im Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. DAPD

Der britische Premier David Cameron im Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.

DAVOS. Bundeskanzlerin Angela Merkel und der britische Premierminister David Cameron haben am Freitagabend in Davos eine Initiative zum baldigen Abschluss der seit 2008 blockierten Welthandelsrunde Doha gestartet. Bis Jahresende soll der Kraftakt, der zuletzt am Widerstand der USA und Indiens gescheitert war, gelingen. Die beiden Regierungschefs wurden dabei vom Präsidenten Indonesiens, Yudhoyono, und dem Generaldirektor der Welthandelsorganisation WTO, Pascal Lamy, unterstützt. Auch die Türkei steht hinter der Initiative.

Merkel sagte, eine entscheidende Antwort zur Bewältigung der Wirtschaftskrise sei der freie Welthandel. Die Chance sei vorhanden, mit Unterstützung der französischen G20-Praesidentschaft das Projekt endlich zu realisieren. Es sei auch eine Frage der Gerechtigkeit, denn arme und reiche Staaten würden profitieren.

Cameron sagte, der freie Handel sei ein machtvoller Motor für das Wirtschaftswachstum, der zudem kostenlos sei. Handel sei gut für alle. Alle Beteiligten seien aufgerufen, Zugeständnisse zu machen, um eine Lösung zu finden. Ein Scheitern schade allen Ländern der Welt. Yudhoyono sagte, eine Beseitigung der Handelsbarrieren sei viel besser als Entwicklungshilfe.

Lamy appellierte an die Regierungen, nicht bei null anzufangen, sondern darauf aufzubauen, was schon ausgehandelt sei. 80 Prozent des Pakets seien schon fertig. Wörtlich: "Lassen Sie uns dieses Fenster der Gelegenheit nutzen." Viel politische Kreativität, Kompromissbereitschaft und Entschlusskraft sei von allen Beteiligten nötig.

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