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31.01.2009

09:55 Uhr

Davos

Merkel warnt USA vor Protektionismus

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für die weltweite Einführung der in Deutschland entwickelten sozialen Marktwirtschaft ausgesprochen. Zugleich mahnte die Kanzlerin beim Weltwirtschaftsforum in Davos, in der derzeitigen Krise nicht „die Marktkräfte zu verzerren“.

Die Kanzlerin bekräftigte ihren Vorschlag eines Weltwirtschaftsrates bei den Vereinten Nationen. Foto: ap ap

Die Kanzlerin bekräftigte ihren Vorschlag eines Weltwirtschaftsrates bei den Vereinten Nationen. Foto: ap

HB DAVOS. Merkel warnte angesichts der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise vor Protektionismus. Sie sehe es mit gewissem Misstrauen, wenn die USA jetzt Subventionen in ihre Automobilindustrie steckten, sagte die Kanzlerin am Freitag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Dies dürfe nicht lange andauern. Maßnahmen zum Schutz nationaler Interessen seien nicht die richtige Antwort auf die Krise. „Solche Phasen dürfen nicht lange andauern, zu offener Weltwirtschaft gibt es keine Alternative.“

Die Kanzlerin bekräftigte ihren Vorschlag eines Weltwirtschaftsrates bei den Vereinten Nationen. Damit ließen sich weltweite Regeln für das Wirtschafts- und Finanzsystem durchsetzen. Sie warb in diesem Zusammenhang für die weltweite Einführung der in Deutschland entwickelten sozialen Marktwirtschaft. Diese könne nach Überwindung der derzeitigen Krise zu international verbindlichen Regeln führen, die dann ein Weltwirtschaftsrat kontrolliere. „Wir haben keine globale Architektur, die ausreichend funktioniert“, sagte die Kanzlerin unter Hinweis auf das gefährliche Ausufern der Finanzmärkte. „Alle Prinzipien müssen verbindlich festgelegt werden.“ Vielleicht könne dies schon beim Treffen der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) im April in London geschehen.

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