Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.02.2010

11:22 Uhr

Deal mit Taiwan

USA halten trotz Kritik an Rüstungsgeschäft fest

Der Gegenwind ist beachtlich, doch US-Präsident Obama will standhaft bleiben: Trotz harscher Kritik aus China hält Amerika an dem Rüstungsgeschäft mit Taiwan fest - und provoziert so eine neue Eiszeit zwischen den Großmächten.

Manöver in Taiwan: Obama hält an Rüstungsdeal fest. Reuters

Manöver in Taiwan: Obama hält an Rüstungsdeal fest.

HB TOKIO. Die USA halten trotz scharfer Proteste aus China an ihrem Rüstungsgeschäft mit Taiwan fest. Die Vereinigten Staaten würden derzeit und auch in Zukunft ihren Verpflichtungen nachkommen, um Taiwans Fähigkeit zur Selbstverteidigung sicherzustellen, sagte der für die Asien-Pazifik-Region zuständige Staatssekretär im US-Verteidigungsministerium, Wallace Gregson, am Montag bei einem Besuch in Tokio. Zugleich betonte er das Interesse der USA, trotz des Geschäfts mit Taiwan die kooperativen und freundschaftlichen Beziehungen mit China beizubehalten.

Die US-Regierung hatte dem Kongress am Freitag Waffenverkäufe an Taiwan im Wert von rund 6,4 Mrd. Dollar vorgeschlagen und damit die Volksrepublik erzürnt. Die Regierung in China betrachtet den Rüstungsdeal als Bedrohung ihrer Sicherheit.Chinas Außenminister Yang Jiechi erklärte zudem am Wochenende, das Waffengeschäft erschwere "die große Aufgabe der Wiedervereinigung mit Taiwan".

Die Reaktionen in der chinesischen Presse fielen am Montag harsch aus: Der Verkauf werde "unweigerlich einen langen Schatten auf die US-chinesischen Beziehungen werfen", schrieb die amtliche Zeitung "China Daily". "Chinas Antwort - wie stark sie auch immer ausfallen mag - ist gerechtfertigt. Kein respektwürdiges Land kann tatenlos zuschauen, wenn seine nationale Sicherheit bedroht wird und Kerninteressen beschädigt werden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×