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25.01.2010

11:32 Uhr

Delegation

Deutsche Wirtschaft stärkt Serbien

VonMathias Brüggmann

Am Montag reist die bislang größte Unternehmens-Delegation unter Leitung des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft (OA) nach Belgrad. Damit will die deutsche Wirtschaft ein klares Signal für eine stärkere Integration Serbiens in die EU setzen.

OA-Chef Klaus Mangold: "Für die deutsche Wirtschaft bietet der Westbalkan ein großes Potenzial." Quelle: dpa

OA-Chef Klaus Mangold: "Für die deutsche Wirtschaft bietet der Westbalkan ein großes Potenzial."

BERLIN. Gleichzeitig soll mit dem Besuch auch für eine intensivierte ökonomische Kooperation zwischen beiden Ländern geworben werden. Die Reise sei „ein klares Zeichen dafür, dass in Deutschland das Interesse an einer engen Zusammenarbeit weiterhin groß ist, und dass wir Serbien auf seinem Weg nach Europa sehr unterstützen. Für die deutsche Wirtschaft bietet der Westbalkan als gemeinsamer Wirtschaftsraum ein großes Potenzial“, sagte OA-Chef Klaus Mangold dem Handelsblatt.

Mangold wird bei den Besuchen bei Präsident Boris Tadic, Premier Mirko Cvetkovic sowie den für Wirtschaft und europäische Integration zuständigen Vize-Regierungschefs Mladjan Dinkic und Bozidar Djelic von einer 20-köpfigen Unternehmensdelegation begleitet. Darunter sind Vertreter und Vorstandsmitglieder des Energiekonzerns RWE, des Elektrokonzerns Siemens, des Autobauers Volkswagen, der Deutschen Telekom, der Softwareschmiede SAP, des Handelsriesen Metro, des Luftfahrtkonzerns EADS, der Baugruppe Bilfinger Berger, des KFZ-Zulieferers Leoni sowie des Bauserviceunternehmens Drees & Sommer. Deutsche Direktinvestitionen haben sich laut dem OA von 278 Mio. Euro 2004 auf jetzt 1,2 Mrd. Euro mehr als vervierfacht.

Der Internationale Währungsfonds verlangt harte Maßnahmen

Für Serbien kommt die Unterstützung der deutschen Wirtschaft in schwierigen Zeiten: Zwar war die Rezession im größten Nachfolgestaat Jugoslawiens mit einem Schrumpfen des Bruttoinlandsprodukts (BIP) 2009 von -3,1 Prozent nach Berechnungen der Osteuropaförderbank EBRD deutlich schwächer ausgefallen als in der gesamten Region Südosteuropa (-5,4 Prozent). Die EBRD rechnet für dieses Jahr für Serbien auch mit dem höchsten Zuwachs des BIP in der ganzen Region mit 2,4 Prozent Plus.

Zugleich verlangt der Internationale Währungsfonds harte Maßnahmen, damit der IWF sein Hilfsprogramm zur Abwendung eines Staatsbankrotts des Landes fortsetzt: So darf Belgrad trotz einsetzender Massenstreiks Löhne und Renten nicht erhöhen. Wegen Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Weltbank-Projekten, hat diese Washingtoner internationale Finanzorganisation die Vergabe weiterer Investitionskredite eingefroren.

Politisch habe Serbien in den Augen des OA „in den vergangenen zwei Jahren äußerst beachtenswerte Fortschritte gemacht. Die jüngste Visa-Liberalisierung durch die EU ist für mich ein historischer Schritt in diesem Prozess, der sich auf die Wirtschaftsbeziehung sehr positiv auswirken wird“, sagt Mangold. Kurz vor Weihnachten haben Serben Reisefreiheit innerhalb der EU bekommen. Die Regierung hat ihr offizielles Beitrittsgesuch zur Aufnahme in die EU eingereicht.

Kommentare (3)

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zladdi84

26.01.2010, 08:52 Uhr

Das wird Serbien auch nicht mehr retten. Diese Regierung wird fallen, die Leute hungern...
die Regierung schickt die Polizei auf die Strassen, diese sollen die Demonstranten vertreiben. Aber schlag mal jemanden der seit Monaten keinen Lohn für seine Arbeit erhält und Familie zuehause hat und diese ernähren muss....

Nikola

26.01.2010, 09:00 Uhr

Etlich!!
Serbien hat das verdient!!

Nikola

28.01.2010, 12:50 Uhr

zladdi84@
Hast keine Ahnung ueber die Lage in Serbien.

http://www.aikb.net

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