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15.03.2012

23:14 Uhr

Dementi

USA wollen Ölreserven nicht anzapfen

Mögliche Engpässe und hohe Preise auf dem Ölmarkt sind auch bei den Gesprächen zwischen USA und Großbritannien ein Thema. Doch entgegen erster Berichte wollen die USA nicht um eine Freigabe der Ölreserven bitten.

Die Ölreserven bleiben vorerst unangetastet. dpa

Die Ölreserven bleiben vorerst unangetastet.

New YorkEine Meldung über die internationale Rohstoffpolitik hat am Donnerstag an den US-Börsen sowohl Energie-Aktien als auch den Ölpreis rutschen lassen: Die Nachrichtenagentur Reuters meldete, Großbritannien rechne damit, dass die USA in Kürze formal um die Freigabe britischer Ölreserven bitten werden.

Dies haben die USA nun dementiert. Einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge sagte der Sprecher des Weißen Hauses am Donnerstag, die Obama-Regierung habe keine Vereinbarung mit Großbritannien getroffen, Rohöl aus den Notreserven freizugeben, und der anderslautende Bericht sei falsch. Sprecher Jay Carney fügte hinzu, es sei auch falsch zu behaupten, es gäbe einen Zeitplan für eine solche Vereinbarung.

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Die Aussicht auf eine Freigabe von Ölreserven sorgte unterdessen für Nervosität auf dem Ölmarkt. „Mit diesem Gedanken im Hinterkopf wird der Markt ein wenig unklar, denke ich“, sagte Carl Larry vom Oil Outlooks and Opinions Newsletter. „Niemand möchte da ein Risiko eingehen“ und etwa auf höhere Preise setzen. Nach Bekanntwerden der Reuters-Meldung war der Ölpreis an der Wall Street um 1,58 Dollar pro Barrel gefallen.

Am Mittwoch hatten sich US-Präsident Barack Obama und der britische Premierminister David Cameron darauf verständigt, die Diskussion um eine Freigabe von Öl-Notreserven offenzuhalten. Jedoch seien Cameron und Obama nach Angaben eines US-Regierungsbeamten zu keinem Ergebnis gekommen. Die Maßnahme hatte in der Vergangenheit dazu beigetragen, den Ölpreis zu drücken oder Lieferengpässe zu überbrücken.

Neben dem hohen Ölpreis heizt derzeit auch die Sorge vor einem Engpass die Diskussion an. Die Internationale Energieagentur (IEA) erst vor kurzem, dass die ab Juli geplanten Sanktionen gegen den Iran zu einem Fehlen von einer Million Barrel Öl pro Tag führen könnten.

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