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26.06.2013

13:33 Uhr

Demo im Senatsgebäude von Texas

Aufruhr verhindert verschärftes Abtreibungsgesetz

Die Republikaner wollen mit einem umstrittenen Gesetz nahezu alle Abtreibungskliniken in Texas schließen. Doch als Dienstag die Vorlage gebilligt werden sollte, kamen ihnen hunderte Demonstranten in die Quere.

Hunderte Demonstranten stürmten den texanischen Senat und konnten so das Abtreibungsgesetz verhindern. ap

Hunderte Demonstranten stürmten den texanischen Senat und konnten so das Abtreibungsgesetz verhindern.

AustinHunderte Demonstranten haben mit lautstarkem Protest ein umstrittenes Gesetz zur Einschränkung von Abtreibungen im US-Staat Texas verhindert. Durch den Tumult im Senatsgebäude in Austin verpassten die Republikaner die bis Dienstag um Mitternacht festgesetzte Frist für die Billigung der Vorlage, durch die nahezu alle Abtreibungskliniken in Texas hätten schließen müssen.

Zuvor hatten die Republikaner darauf beharrt, dass die Abstimmung noch vor Mitternacht begonnen hatte und das Gesetz damit gebilligt sei. Doch offizielle Protokolle zeigten, dass das Votum erst am Mittwoch begonnen hatte. Der stellvertretende Gouverneur David Dewhurst bezeichnete die 400 Demonstranten, die kurz vor Mitternacht mit ihrem lauten Protest begonnen hatten, als „unbändigen Mob“.

Die Abstimmung konnte erst so spät am Abend stattfinden, weil die demokratische Senatorin Wendy Davis sie mit einer mehr als zehnstündigen Marathonrede in einer gezielten Verschleppungstaktik blockiert hatte. Sie musste dabei über den gesamten Zeitraum hinweg stehen bleiben, durfte sich nicht an das Rednerpult anlehnen oder auf die Toilette gehen und ihre Rede durfte nicht vom Thema abweichen. Nach drei Verstößen konnten die Republikaner Davis den Regeln zufolge erst kurz vor Mitternacht unterbrechen.

Die umstrittene Gesetzvorlage sieht ein Verbot von Abtreibungen nach der 20. Schwangerschaftswoche vor. Überdies sollen Abtreibungskliniken verpflichtet werden, ihre Geräte auf den neusten Stand zu bringen und sich als Operations-Zentren registrieren zu lassen. Dadurch hätten vermutlich 37 der 42 Abtreibungskliniken in Texas schließen müssen.

Von

ap

Kommentare (3)

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Tabu

26.06.2013, 15:28 Uhr

Die umstrittene Gesetzvorlage sieht ein Verbot von Abtreibungen nach der 20. Schwangerschaftswoche vor. Überdies sollen Abtreibungskliniken verpflichtet werden, ihre Geräte auf den neusten Stand zu bringen und sich als Operations-Zentren registrieren zu lassen. Dadurch hätten vermutlich 37 der 42 Abtreibungskliniken in Texas schließen müssen.
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Klingt doch ganz vernünftig..Wozu braucht ein
Bundesstaat 42 Abtreibungskliniken..
Kein Tier käme je auf solch eine Idee,sein junges
nicht aufziehen zu wollen..
(...)

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

Account gelöscht!

26.06.2013, 16:10 Uhr

"Kein Tier käme je auf solch eine Idee,sein junges
nicht aufziehen zu wollen."

Schlechter Witz. Es gibt genügend dokumentierte Beispiele in der Natur, aber auch im Zoo, bei dem die Mutter das Junge nicht angenommen hat.

Es ist ärgerlich, daß häufig Menschen mit Halbwissen meinen, sich zu solchen Themen mit schlechten Beispielen zu Wort melden zu müssen.

Tabu

26.06.2013, 19:46 Uhr

Anders als beim Menschen,die sich auf eine Geburt
gedanklich emotional auf ein Kinde vorbereiten
können,findet die Bindung bei Tieren erst im Moment
der geburt statt..wird diese Bindung,zum Beispiel
durch nur kurzes Entfernen unterbrochen,nimmt
manches vlt. noch junges Tier den Nachwuchs nicht
mehr an.Auch Tiere die früh durch Wilderer z.B.
von ihren Müttern getrennt wurden,haben später
immense Schwierigkeiten sich mütterlich zu
verhalten..
Hinzu kommt,das ein weibliches Tier nicht weiß,
das der Geschlechtsakt schwanger macht.
Eine Frau weiß das schon und kann sich dementsprechend
auch im Vorfeld schon verhalten..der Mann übrigens auch.

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