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06.09.2012

19:53 Uhr

Demokraten-Parteitag

Die Neuerfindung des Barack Obama

VonNils Rüdel

Zum Finale des Demokraten-Parteitags will am Abend Barack Obama seine große Rede halten. Er wird das Bild von sich vervollständigen, das Ehefrau Michelle Obama und Bill Clinton gekonnt vorbereitet hatten.

Probe des Musikers James Taylor in Charlotte. Am späten Abend wird US-Präsident Barack Obama die Bühne gehören. dpa

Probe des Musikers James Taylor in Charlotte. Am späten Abend wird US-Präsident Barack Obama die Bühne gehören.

CharlotteDie ersten Fans enttäuschte Barack Obama bereits am Mittwoch, allerdings kann er dafür nichts. Aus Sorge vor Unwetter musste die Parteitagsregie die Abschlussrede des US-Präsidenten heute Abend verlegen – von der riesigenen Football-Arena mit 80.000 Plätzen und ohne Dach in ein deutlich kleines Basketball-Stadion in der Innenstadt von Charlotte, North Carolina. Das sichert einen reibungslosen Ablauf der Show, lässt aber Tausende, die ihren Präsidenten sehen wollten, außen vor.

Am Abend zur besten Sendezeit wird Obama dann zusehen, dass er die vielen anderen Enttäuschten im Land zurück auf seine Seite zieht. Während Millionen Amerikaner mit Zukunftssorgen und Arbeitslosigkeit kämpfen, wird der Präsident die große Chance bekommen, erst einmal seinen Job zu retten. Um dann, wie er verspricht, „Amerika zurück an die Arbeit zu bringen“.

Der Zeitplan bis zu den US-Präsidentschaftswahlen

Parteitage

Vom 27. bis 30. August fand die Parteiversammlung der Republikaner in Tampa (Florida) statt. Noch bis zum 6. September, haben sich die Demokraten in Charlotte (North Carolina) versammelt. Dabei wird Präsident Obama offiziell zum Kandidaten bestimmt.

Schlussphase

3. Oktober: Erste von drei TV-Debatten der Kandidaten - 11. Oktober: TV-Debatte der Kandidaten als Vizepräsident - 6. November: Präsidentschaftswahl, außerdem US-Kongresswahlen - 20. Januar 2013: Vereidigung des neuen US-Präsidenten

Präsidentenwahl Teil 1

Am Dienstag nach dem ersten Montag im November (diesmal der 6.) wird endlich gewählt. Dann strömen die Amerikaner zu den Wahlurnen um ihre Wahlmänner zu bestimmen.

Präsidentenwahl Teil 2

Am Montag nach dem zweiten Mittwoch im Dezember (diesmal der 17.) schreiten die Wahlmänner zur finalen Abstimmung. Sie wählen in ihrem jeweiligen Bundesstaat einen der beiden Kandidaten.

Auszählung und Vereidigung

Am 6. Januar 2013 werden die abgegebenen Stimmen gezählt, indem der Präsident des Senats die vorliest. Der Sieger der Wahl und somit der neue Präsident der USA wird am 20. Januar 2013 in Washington vereidigt.

Die Erwartungen an die Rede könnten höher nicht sein. Was wird dem Präsidenten einfallen, jetzt, nach vier Jahren Amtszeit, wo „Hope“ und „Yes, we can“ nicht mehr ziehen? „Er muss die Wäher daran erinnern, warum sie damals für ihn gestimmt haben“, sagte Politik-Professor Costas Panagopoulos im TV-Sender CNN. Und er müsse vermitteln, dass seine Entscheidungen Amerika gutgetan haben, auch wenn sich das Land noch nicht von der Wirtschaftskrise erholt hat.

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Die US-Gewerkschaften zweifeln, ob sie noch auf Barack Obama als Präsidenten setzen sollen. Allerdings ist Mitt Romney keine wirkliche Alternative.

Auf dem dreitägigen Nominierungsparteitag der Demokraten trugen alle Redner dazu bei, in den Köpfen der Wähler das Bild des unermüdlichen Kämpfers Obama zu formen. Dem die Republikaner ein Chaos hinterlassen hatten, der unter schwersten Bedingungen gestartet war und trotz aller Probleme eine Menge erreicht habe. Dass es den Leuten heute besser gehe als noch vor vier Jahren.

Liveblog: Parteitag: Obamas Plädoyer für eine zweite Amtszeit

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Obamas Plädoyer für eine zweite Amtszeit

Die Nominierung Barack Obamas zum Kandidaten der Demokraten war Formsache. Aber der Präsident und sein Team mussten Fans und Skeptiker überzeugen, die Wiederwahl verdient zu haben. Reden, Dokumente und Einschätzungen.

Die Amerikaner hätten die Wahl, so die Botschaft, zwischen zwei Visionen: Dem Modell des Republikaners Mitt Romney von einer Gesellschaft, in der sich der Staat aus allem heraushält, in der Reiche weniger Steuern zahlen und jeder auf sich allein gestellt ist. Und auf der anderen Seite der Idee Obamas von fairen Bedingungen, in denen jeder seine Chance bekommt und Staat und Wirtschaft gemeinsam das Land nach vorne bringen.

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