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27.11.2014

11:05 Uhr

Demokratie in Thailand muss warten

Militärjunta verschiebt Wahl auf 2016

Thailands Militärjunta hat die ursprünglich für Anfang 2015 geplanten Wahlen um ein Jahr nach hinten verschoben. Angeblich braucht der selbsterklärte Nationalrat für Frieden und Ordnung mehr Zeit zur Organisation.

Die thailändische Militär-Junta hat die zunächst für 2015 anberaumten Wahlen aus angeblich organisatorischen Gründen um ein Jahr verschoben. dpa

Die thailändische Militär-Junta hat die zunächst für 2015 anberaumten Wahlen aus angeblich organisatorischen Gründen um ein Jahr verschoben.

BangkokIn Thailand verschiebt die vom Militär dominierte Übergangsregierung die für kommendes Jahr geplante Parlamentswahl auf Anfang 2016. Vorher werde es nicht möglich sein, die Abstimmung zu organisieren, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Prawit Wongsuwan am Donnerstag.

Er verwies zur Begründung darauf, dass es derzeit immer noch „Elemente“ gebe, die gegen den Nationalrat für Frieden und Ordnung seien. So bezeichnet sich die Militärjunta.

Thailand in Zahlen

Einwohner

Thailand hat 1932 die absolute Monarchie abgeschafft. In der parlamentarischen Demokratie ist der König aber weiter Staatsoberhaupt. Seit 1932 hat die Armee 18 mal geputscht, zuletzt 2006. Das Land in Zahlen:
Einwohner: 64 Millionen (etwa 21. größtes Land der Welt)

Bruttoinlandsprodukt

Bruttoinlandsprodukt (BIP): 484 Milliarden Euro (etwa 25. Stelle)

BIP pro Kopf

BIP pro Kopf: 7540 Euro (etwa 120. Stelle)

Wirtschaft

Wirtschaft: 43 Prozent Industrie, 44 Prozent Dienstleistungen, 12 Prozent Landwirtschaft

Alphabetisierungsrate

Alphabetisierungsrate: 94 Prozent

Armut

Armut: von 2007 bis 2011 von 21 Prozent auf 13 Prozent reduziert

Religion

Religion: 94 Prozent Buddhisten

Korruptionsindex

Korruptionsindex: Rang 102 von 177 Ländern (2012: Rang 88)

Bangkok

Bangkok: Acht bis zehn Millionen Einwohner, erbringt ein Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung, Pro-Kopf-Einkommen dreimal so hoch wie nationaler Durchschnitt

Handelspartner

Deutschland ist wichtigster Handelspartner Thailands in der EU, 600 deutsche Firmen in Thailand

Das Militär hatte sich im Mai nach monatelangen Protesten gegen die Regierung an die Macht geputscht. Ursprünglich stellte es für 2015 freie Wahlen in Aussicht. Doch die Rückkehr zur Demokratie verzögert sich. Die Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch erklärte kürzlich, dass Kritiker systematisch verfolgt, politische Aktivität verboten und die Medien zensiert würden.

Von

rtr

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