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29.01.2005

20:43 Uhr

Demonstranten forderten mehr Autonomie

Tote bei Unruhen im Sudan

Bei Kämpfen zwischen Demonstranten und der Polizei wurden im Sudan mindestens 14 Menschen getötet.

HB BERLIN. Bei schweren Auseinandersetzungen zwischen der sudanesischen Polizei und Demonstranten sind offiziellen Angaben zufolge mindesten 14 Menschen getötet und 16 weitere verletzt worden.

Zu den Zusammenstößen kam es in der Stadt Port Sudan. Die Demonstranten gehörten der nicht-arabischen Volksgruppe der Beja an. Mitglieder vom Stamm der Beja, die bei den Straßenkämpfen beteiligt waren, sprachen von 23 Toten und 100 Verletzten. Die Beja fordern mehr Autonomie von der Zentralregierung.

Die Polizei ging eigenen Angaben zufolge gegen Plünderer und Vandalen vor. Am Freitag hatte der Beja-Stamm von der Regionalregierung eine «faire Verteilung von Wohlstand und Macht» gefordert. Die Region Beja gehört zu den ärmsten des Landes.

Vor kurzem hatte die sudanesische Regierung mit Rebellen aus dem Süden des Landes ein Friedensabkommen geschlossen. Beobachter glauben, dass sich dadurch auch andere Volksgruppen ermutigt fühlen, mehr politisches Mitspracherecht und eine größere Beteiligung an den Ressourcen des Landes zu fordern.

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