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12.06.2012

16:48 Uhr

Demonstration in Moskau

Russen widersetzen sich Putins Auflagen

VonOliver Bilger

Russlands Regierung hat die Weisungen des Präsidenten umgesetzt und vor dem Nationalfeiertag das Versammlungsrecht verschärft, drakonische Strafen drohen. Davon lassen sich die Demonstranten aber nicht abschrecken.

Mehrere tausend Russen aus fast allen politischen Lagern ziehen gegen Putin auf die Straße. dpa

Mehrere tausend Russen aus fast allen politischen Lagern ziehen gegen Putin auf die Straße.

MoskauAm frühen Mittag schien es, als könne Wladimir Putin selbst das Wetter kontrollieren. Dunkle Wolken türmten sich über dem Zentrum Moskaus auf, Blitze zuckten, Donner grollte. Und kurz darauf prasselten dicke Regentropfen auf die Straßen, über die Putins Gegner in wenigen Augenblicken ziehen wollten.

Heftiger Regen. Er hätte ein weiteres Argument sein können, für all jene, die am 12. Juni, dem russischen Nationalfeiertag, zweifelten, ob sie sich tatsächlich auf die Straße wagen sollten. Die Opposition hatte zu einer weiteren Großdemonstration gegen Präsident Putin aufgerufen. Ihr Motto: „Tag Russlands. Ohne Putin.“

Bis zu 50.000 Menschen hatten die Behörden erlaubt vom Puschkin-Platz im Zentrum bis zum Sacharow-Prospekt zu ziehen. Dort hatten sich schon einmal unzufriedene Russen versammelt, um gegen das Ergebnis der Parlamentswahl im Dezember zu demonstrieren. Fast 100.000 kamen damals zusammen. Doch wie viel werden es diesmal sein, fragten sich zuletzt viele in der Stadt. Denn das Gewitter am Dienstagmorgen war nur das letzte Argument, nicht zur Demonstration zu gehen.

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