Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.04.2012

18:58 Uhr

Demonstration

NATO-Gegner protestieren vor Hauptsitz in Brüssel

Es sollte ein Zeichen gegen internationale Militäreinsätze werden und kam selbst nicht ohne ein Polizei-Großaufgebot aus. 500 Demonstranten wollten den NATO-Hauptsitz in Brüssel stürmen - 600 Beamte hatten etwas dagegen.

Sturm auf das Nato-Hauptquartier

Video: Sturm auf das Nato-Hauptquartier

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

BrüsselHunderte NATO-Gegner haben am Sonntag versucht, den Sitz der Militärallianz in Brüssel zu stürmen. Wie ein AFP-Reporter berichtete, wurden die Demonstranten, die sich in kleine Gruppen aufgeteilt hatten, durch ein starkes Polizeiaufgebot an ihrem Vorhaben gehindert. Rund 200 Demonstranten wurden festgenommen. Insgesamt beteiligten sich etwa 500 Menschen an dem Protest, zu dem die belgische Organisation Action pour la Paix (Aktion für den Frieden) aufgerufen hatte.

In Gruppen von je rund einem Dutzend Menschen überquerten einige Demonstranten das Gelände hinter dem NATO-Sitz und versuchten dort, an den Absperrgittern vorbeizukommen. Etwa hundert Beamte, darunter auch berittene Polizei, stellten sich ihnen jedoch in den Weg. Nach Angaben eines Beamten waren bis zu 600 Polizisten im Einsatz.

Der Protest richtete sich nach Angaben der Organisatoren gegen die NATO als „Gefahr für den Weltfrieden“. Knapp zwei Monate vor dem NATO-Gipfel in Chicago wollte die Gruppe demnach ein Zeichen gegen internationale Militäreinsätze setzen. „Wir wollen keinen Raketenschutzschild, keinen NATO-Einsatz in Libyen oder in Afghanistan und auch keine Nuklearwaffen“, sagte ein Sprecher von Action pour la Paix.

Von

afp

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

anton

01.04.2012, 19:37 Uhr

Die Nato ist von einer Verteidigungsgemeinschaft zu einer Angriffsgemeinschaft mutiert. Deshalb kann ich die Proteste sehr gut verstehen. Eine Erstürmung von Gebäuden steht den Friedensaktivisten allerdings schlecht zu Gesicht, falls es wirklich so war.

RobertSchumansErben

01.04.2012, 23:46 Uhr

Hier werden demokratische Grundrechte ausgehebelt. Proteste gegen bewaffnete Organisationen werden mit aller Macht unterbnden.

Wer heute noch denkt, die NATO ist ein Verteidigungsbündnis, der muß auch zur Kenntnis nehmen, daß der Laden von denen aufgesucht wurde, um schlußendlich die Bestellung der Felder an sich zu reißen. Wir wissen dagegen wehrt sich gerade vehement der dortige Präsident mit all seiner Macht und würde die "Froinde" des Bündnisse lieber sofort, als in einem Jahr nach Hause schicken, Die Fortsetzung der Bestellung der Felder in unwegsamen Gebieten setzt sich ohnehin weiter fort, aber der Nachschub bleibt denen sicher. Versprochen, sagen die Stammesfürsten einstimmig. Pfründe müssen erhalten bleiben. Frieden schaffen, immer mehr mit Waffen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×