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06.09.2012

11:29 Uhr

Demonstrationen in Athen

Polizisten stellen sich gegen Polizisten

Von den Sparzwängen der Athener Regierung sind auch die Ordnungshüter betroffen, denen Gehaltskürzungen drohen. Dutzende Beamte blockierten die Zentrale der Bereitschaftspolizei – nicht die erste Aktion.

AthenIn Athen hat es am Donnerstag erneut Proteste gegen das neue Sparprogramm gegeben. Rund 50 Mitglieder der Gewerkschaft der Polizei blockierten den Eingang der Zentrale der Bereitschaftspolizei. Nach etwa zwei Stunden wurde ein Zug der Bereitschaftspolizei eingesetzt, der die Demonstranten verdrängte, wie das griechische Fernsehen berichtete. Die Polizisten forderten eine schriftliche Versicherung, dass ihre Löhne nicht gekürzt werden. Zudem protestierten sie, weil ihnen kein Geld mehr für Nachtschichten und Überstunden von vergangenen Jahren gezahlt wurde.

Bereits am Vortag hatten protestierende Polizisten Transparente vor der Polizeidirektion in Athen aufgehängt. Andere Polizisten demonstrierten am Abend vor dem Sitz des griechischen Regierungschefs Antonis Samaras. Die Polizisten protestieren gegen Pläne der Regierung, ihre Löhne um fast 20 Prozent zu kürzen. Damit würde ein junger Polizist nur noch rund 600 Euro monatlich verdienen.

Ein seltsam anmutendes Bild: Polizisten drängen andere Polizisten weg. dpa

Ein seltsam anmutendes Bild: Polizisten drängen andere Polizisten weg.

In Griechenland wird seit Wochen um das neue Sparprogramm gerungen, ohne das es von den internationalen Helfern kein Geld mehr für das von der Staatspleite bedrohte Land geben wird.

Von

dpa

Kommentare (3)

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0BockMentalitaet

06.09.2012, 13:54 Uhr

na, die griechen sind ja clever. die polizei muss doch irgendwann den pöbel aufhalten, der so langsam aber sicher die schnauze voll hat von der regierung, die nur kürzt und trotzdem nix erreicht. wenn die weniger bekommen, werden die auch bald nicht mehr für den griechischen staat was machen. ich schätze, bald wird dort den ersten bürgerkrieg im westlichen europa seit langem geben. nix da mit merkels spruch, dass der euro kriege verhindert.

Torsten-Staack

06.09.2012, 16:17 Uhr

Genau. Und während wir so verträumt nach Griechenland schauen, wird hier bereits eine schnelle Eingreiftruppe der Bundeswehr für den Inlandeinsatz installiert (in Bremen bereits einsatzbereit), und die Bundeswehr für den Inlandeinsatz ausgebildet. Inkl. Straßenkampf und sicherlich auch unter Zuhilfenahme des neuen Leopard II, der speziell für Unruhen ausgerüstet wurde (Wasserwerfer, Räumschild etc.). Hier dürfte dann wohl auch bald die Luft, und nicht nur die, brennen, wenn die Kunstwährung Euro platzt, Deutschland pleite ist und keine Sozialleistungen mehr fließen.....

Account gelöscht!

06.09.2012, 22:50 Uhr

und wem haben wir das alles zu verdanken?

http://www.youtube.com/watch?v=IupbE7JBRAw

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