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11.11.2011

07:41 Uhr

Dennis Ross

Obama verliert seinen Mann für Nahost

Der Nahost-Beauftragte Dennis Ross geht US-Präsident Barack Obama von der Fahne. Der 62-Jährige zieht sich aus privaten Gründen zurück. Obamas „Spezialassistent“ wollte ursprünglich schon früher gehen.

Dennis Ross zieht sich zurück. AFP

Dennis Ross zieht sich zurück.

WashingtonUS-Präsident Barack Obama verliert seinen erfahrenen Nahost-Beauftragten Dennis Ross. Der 62-Jährige teilte mit, dass er im Dezember aus privaten Gründen zurücktreten werde. Der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, würdigte die Verdienste des Topberaters. Ross habe unter anderem zu den „Architekten“ von Iran-Sanktionen gezählt und wesentlich zu den amerikanischen Antworten auf den Arabischen Frühling beigetragen.

In einer vom Sender ABC veröffentlichten Mitteilung erklärte Ross, dass er sich ins Privatleben zurückziehen und sich stärker seiner Familie widmen wolle. Demnach wollte er eigentlich bereits nach zwei Jahren in der Obama-Administration gehen, blieb dann aber wegen der rasanten Entwicklungen in der Region fast ein Jahr länger auf dem Posten.

Er freue sich, dass er während einer „Periode bisher einmaligen Wandels“ im Nahost-Raum habe dienen können, sagte Ross, der offiziell den Titel eines „Spezialassistenten“ Obamas trug. Ross hatte in der vergangenen Monaten vergeblich versucht, den palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas von einem Antrag auf UN-Vollmitgliedschaft abzubringen und Israelis und Palästinenser wieder an den Verhandlungstisch zu bringen. Vor einem halben Jahr war bereits der US-Sondergesandte für den Nahen Osten, George Mitchell, zurückgetreten.

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