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05.05.2012

04:20 Uhr

Der Fall Timoschenko

Ukrainischer Regierungschef kritisiert auf Facebook den Westen

Die Ukraine werde im Fall Timoschenko unkritisch an den Pranger gestellt, schreibt Regierungschef Asarow auf seinem Facebook-Profil. Bundesinnenminister Friedrich fordert derweil einen neuen Blick auf den Konflikt.

Timoschenko. AFP

Timoschenko.

Kiew/BerlinDer ukrainische Regierungschef Nikolai Asarow hat den Westen im Fall Julia Timoschenko vor Voreingenommenheit gewarnt und zur Mäßigung aufgerufen. Angaben der Oppositionsführerin zu angeblichen Misshandlungen in der Haft dürften nicht ungeprüft übernommen werden, schrieb Asarow am Freitag im sozialen Netzwerk Facebook.
Für die Bundesregierung geht es aber nicht allein um die Behandlung der früheren Regierungschefin. Vielmehr erwarte man von der Ukraine im Umgang mit Oppositionellen generell die Beachtung der Menschenrechte, sagte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) der „Bild am Sonntag“.

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Der Gesundheitszustand von Julia Timoschenko soll sich verschlechtert haben. Ukrainische Behörden teilten mit, dass der Chef der Berliner Charité erneut zur Politikerin gereist sei. Die Behandlung soll bald beginnen.

Die Boykott-Drohungen gegen die teils in dem Land ausgetragene Fußball-Europameisterschaft begrüßte der für den Sport zuständige Innenminister ausdrücklich: „Die ukrainische Führung weiß, Europa schaut auf sie, und insofern ist die aktuelle Debatte im Sinne unseres Anliegens durchaus hilfreich.“

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen ermahnte die Ukraine in der „Bild“-Zeitung ebenfalls, die Einhaltung der Menschenrechte zu gewährleisten.

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Asarow riet dem Westen zur Vorsicht: „Jede Information, vor allem wenn es um aufsehenerregende Politik geht, sollte maximal geprüft werden mit verschiedenen Mitteln.“ Niemanden lasse es kalt, wenn behauptet werde, dass eine Frau im Gefängnis misshandelt worden sei.
Die Ermittlungen der vergangenen Tage hätten die Anschuldigungen Timoschenkos gegen den ukrainischen Strafvollzug allerdings widerlegt, schrieb der Regierungschef. „Eins lässt sich genau sagen: Schläge oder Gewalt gegen Timoschenko hat es nicht gegeben.“

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

05.05.2012, 05:50 Uhr

DIe Timoschenko hat ja ein Bandscheibenvorfall....

Man beachte bitte folgendes Video:
http://www.youtube.com/watch?v=oMjBC_AYUqU

Ich denke das sagt Alles.

Account gelöscht!

05.05.2012, 07:52 Uhr

Na toll, kannst Du auf dem Video irgend Jemanden erkennen?
Was für'ne Propaganda....

Hagbard_Celine

05.05.2012, 08:16 Uhr

"Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen ermahnte die Ukraine in der „Bild“-Zeitung ebenfalls, die Einhaltung der Menschenrechte zu gewährleisten."

Ich nehme an, Hr. Rasmussen würde gerne eine Käfighaltung sehen wie wir es aus Guantanamo kennen. Oder wie wäre es mit dem Töten eigener Staatsbürger auf offener Strasse im Ausland ohne das die jemals einen Gerichtssaal von innen gesehen haben ?
Oder vielleicht die Einführung der Todesstrafe allgemein ? "Schwarze Gefängnisse" in aller Welt in denen gefoltert wird ?


Die USA ziehen alle Register um einen neuen eisernen Vorhang in Europa heraufzubeschwören, denn die Nato ist inzwischen überflüssig wie ein Kropf.

Russland ist nicht die Sowjetunion, diese Rolle übernehmen zunehmend die USA.

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