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26.01.2017

13:52 Uhr

Der scheidende Bundespräsident

Hohe Auszeichnung für Gauck in Paris

Joachim Gauck erhält den Ehrendoktor in Paris und hat dementsprechend eine Dankesrede vorbereitet. In dieser spricht er sich für ein gemeinsames Europa aus. Doch er hat noch mehr zu erzählen.

Der scheidende Bundespräsident wird  von dem Pariser Universitätspräsidenten als „Kämpfer der Freiheit“ bezeichnet. dpa

Joachim Gauck

Der scheidende Bundespräsident wird von dem Pariser Universitätspräsidenten als „Kämpfer der Freiheit“ bezeichnet.

ParisGroße Ehre für Joachim Gauck und für Deutschland: Die Universität Sorbonne in Paris hat den scheidenden Bundespräsidenten am Donnerstag mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. Gauck nutzte seine Dankesrede für einen eindringlichen Appell, gerade in Krisenzeiten für die bedrohten europäischen Ideale zu kämpfen.

Universitätspräsident Barthélémy Jobert würdigte Gauck als einen „Verteidiger der Freiheit“ und „Advokaten der Menschenrechte“. Aber die Ehrung der Sorbonne gelte nicht nur ihm persönlich, „sondern auch dem Land.“

Jobert nannte Gauck „eine der Leitfiguren der friedlichen Revolution in der DDR“. Er würdigte auch Gaucks Einsatz für die Aufarbeitung vergangener deutscher Verbrechen, etwa durch seinen Besuch in Oradour-sur-Glane, wo er 2013 an ein Massaker der Waffen-SS während des Zweiten Weltkriegs erinnerte.

Sichtlich bewegt nannte Gauck die Auszeichnung „einen Traum, den ich nie zu träumen gewagt hätte.“ Die deutsch-französische Freundschaft und das europäische Einigungsprojekt seien kein Wunder gewesen, sondern das Ergebnis engagierter und nüchterner Arbeit. „Das war nicht von einer überirdischen Macht gnädig geschenkt worden, sondern das ließen Europäer in Wort und Tat Stück für Stück Wirklichkeit werden.“

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