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19.05.2012

20:27 Uhr

Deutliches Signal

G8-Länder setzen auf Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone

VonSven Afhüppe

In ihrer Abschlusserklärung haben die G8-Länder ein ausdrückliches Signal gegen einen Ausschluss Griechenlands aus der Euro-Zone gesetzt. Voraussetzung sei aber, dass Athen das beschlossene Memorandum umsetzt.

Grüße vom Gipfel: Die Teilnehmer der G8-Konferenz AFP

Grüße vom Gipfel: Die Teilnehmer der G8-Konferenz

Camp DavidDie führenden  Industriestaaten setzten auf dem G8-Gipfel im amerikanischen Camp David ein klares Signal gegen einen Ausschluss Griechenlands aus der Euro-Zone. „Wir bestätigen unser Interesse an einem Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone und respektieren ihre Zusagen“, heißt in der Abschlusserklärung zum G8-Gipfel. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) betonte, „alle G8-Mitgliedsstaaten wollen, dass Griechenland in der Euro-Zone bleibt“. Voraussetzung sei, dass Athen das beschlossene Memorandum umgesetzt werde. Die deutsche Regierungschefin zeigte sich zwar offen, über zusätzliche Wachstumsimpulse für Griechenland zu diskutieren, beispielsweise über die Europäische Investitionsbank. Die Sparauflagen müssten allerdings eingehalten werden, betonte sie.

Die Vertreter der Euro-Zone wurden zugleich aufgefordert, die notwendigen Reformen zur Stabilisierung der Währungsunion umzusetzen, um „Vertrauen, Stabilität und Wachstum“ wiederherzustellen.

Bei einem fast dreistündigen Gespräch über die Lage der Weltwirtschaft verständigten sich die G8-Regierungschefs zudem darauf, die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte voranzutreiben und gleichzeitig zusätzliche Anstrengungen für wirtschaftliches Wachstum zu unternehmen. „Konsolidierung und Wachstum sind zwei Seiten einer Medaille“, sagte Merkel. Das sei eine wichtige Botschaft. Insgesamt seien gute Anzeichen für eine Erholung der Weltwirtschaft zu sehen, betonte die deutsche Regierungschefin.

Kommentare (35)

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Tomate

19.05.2012, 20:59 Uhr

Welche Überraschung!!

Trozdem ändert sich nichts an der Sache mit den anstehenden Problemen von Portugal, Spanien bis Italien!

> EUROLAND ist abgebrannt <

R.Rath

19.05.2012, 21:37 Uhr

Klar, alle Schäfchen müssen in der Hürde bleiben, draußen lauert der "böse" Wolf und der heißt Unabhängigkeit Souveränität, Selbstbestimmung, Selbstermächtigung und Selbstverantwortung. Im Fall Griechenland neue Drachme.

Radiputz

19.05.2012, 22:06 Uhr

Glückliche Schweiz, glückliches Norwegen, glückliches vereinigte Königreich, glückliches Dänemark, glückliches Schweden, glückliches Tchechien und glückliches Polen.

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