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14.02.2017

08:23 Uhr

Deutsche Akademische Austauschdienst

Für ein weltoffenes Klima der US-Wissenschaft

Nicht nur in den USA geht die Sorge um, dass Trump wenig von einer weltoffenen Forschungspolitik hält. Auch in Deutschland werden mehr Mahnungen Richtung Washington laut. Der Brexit verstärkt die Verunsicherung.

Die Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), Margret Wintermantel, setzt sich für eine weltoffene Wissenschaft in den USA und Großbritannien ein. Bisherige Signale aus der Trump-Regierung sprechen nicht dafür. dpa

Margret Wintermantel

Die Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), Margret Wintermantel, setzt sich für eine weltoffene Wissenschaft in den USA und Großbritannien ein. Bisherige Signale aus der Trump-Regierung sprechen nicht dafür.

BerlinDer Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hat Weltoffenheit und Freizügigkeit für Wissenschaftler in den USA und Großbritannien angemahnt. DAAD-Präsidentin Margret Wintermantel sagte angesichts der sich abzeichnenden restriktiven Forschungspolitik des neuen US-Präsidenten Donald Trump, sie sei darüber „erschrocken, denn man hätte viele seiner Äußerungen gerade aus den USA nicht für möglich gehalten“.

„Es bleibt dabei, dass die amerikanischen Spitzenuniversitäten weiterhin hoch attraktiv für deutsche Nachwuchswissenschaftler und Studierende sind“, betonte Wintermantel im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. „Die Offenheit dieser Institutionen für Talente aus aller Welt ist allerdings Voraussetzung dafür, dass dies so bleibt.“

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US-Präsident Trump hält an seinem Einreiseverbot fest. Auch die Wissenschaft ist alarmiert: Hat das Land im Wettbewerb um die klügsten Köpfe der Welt künftig das Nachsehen? Profitieren könnte der Nachbar Kanada.

Bisherige Signale aus der Trump-Regierung sprechen dafür, dass beispielsweise Geisteswissenschaftler sowie Umwelt- und Klimaforscher künftig erhebliche Probleme bekommen werden. Am 22. April wollen in Washington Hunderttausende für die Freiheit der Wissenschaft demonstrieren. Auch der Ende Januar von Trump verfügte Einreisestopp für Menschen aus sieben vorwiegend islamischen Ländern sorgt in der weltweiten Forschergemeinde für Unruhe. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) sagte der dpa, zu einem weiterhin starken Standort USA gehöre, „dass Wissenschaftler frei arbeiten können“.

Die britische Wissenschaftspolitik nach der Brexit-Entscheidung sieht DAAD-Chefin Wintermantel nicht ganz so skeptisch. Die Politik im Vereinigten Königreich scheine „eher pragmatisch vorzugehen“ und wolle Auswirkungen für die britisch-europäische Forschungskooperation nach ihrem Eindruck „intelligent kompensieren“. London habe „völlig zutreffend erkannt, dass produktive Netzwerke entstanden sind, die den Erkenntnisfortschritt erheblich gesteigert haben“.

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Die europäisch-kanadischen Beziehungen waren in der Vergangenheit oft der vernachlässigte Teil der transatlantischen Beziehungen. Die Veränderungen in der US-Politik geben der Partnerschaft jetzt neues Gewicht.

Wintermantel fügte hinzu: „Die jetzt zu klärenden Fragen beziehen sich nun vor allem auf die Freizügigkeit der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen.“ Zudem gehe es darum, „ob Großbritannien im Erasmus-Programm bleiben wird und wie weit die britischen Universitäten weiterhin an den europäischen Forschungsprogrammen teilhaben können“.

Der zu großen Teilen vom Bund finanzierte DAAD ist eine der weltweit größten Förderorganisationen für den Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern. Wintermantel ist seit fünf Jahren DAAD-Präsidentin.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Holger Narrog

14.02.2017, 09:11 Uhr

Das ist eine faszinierende Aussage..Gem. meiner Beobachtung wird die Wissenschaft gerade in Deutschland stark ideologisch/religiös gelenkt.

Beispiel: Die ökoreligiöse Weltuntergangstheorie vom "Klimawandel" wird massiv gefördert. Auch sehr dünne Forschungsergebnisse werden finanziell grosszügig unterstützt. Wissenschaftler die ihre Arbeit in diesen Kontext stellen erhalten grosszügig Mittel. Wissenschaftlern die kritische Erkenntnisse androhen oder äussern, werden die Budgets gestrichen, werden persönlich angegriffen. Deshalb trauen sich lediglich pensionierte, oder vor dem Ruhestand stehende Forscher kritische Äusserungen zu machen.

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