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15.04.2013

14:02 Uhr

Deutsche Handelspartner

Frankreich verliert an Bedeutung

Der DIHK sieht in den kommenden zehn Jahren einen Epochenwechsel im deutschen Exportgeschäft. Bisher ist Frankreich der wichtigste Kunde, doch sowohl China als auch die USA werden bis 2023 am Nachbarn vorbeiziehen.

Der Chefvolkswirt des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier, sieht einen Epochenwechsel im deutschen Exportgeschäft. dpa

Der Chefvolkswirt des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier, sieht einen Epochenwechsel im deutschen Exportgeschäft.

BerlinChina löst Frankreich in einigen Jahren als wichtigsten deutschen Exportkunden ab. Bis 2023 werden nach Prognose des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) sowohl China als auch die USA vor dem Nachbarn stehen. „Wir steuern auf einen Epochenwechsel zu“, sagte DIHK-Außenhandelschef Volker Treier am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Seit 1961 ist Frankreich ununterbrochen der größte Abnehmer von Waren „Made in Germany“. Im vergangenen Jahr wurden dort 104,5 Milliarden Euro umgesetzt, was 9,5 Prozent der deutschen Gesamtexporte entspricht. Der China-Umsatz lag dagegen nur bei 66,6 Milliarden Euro.

Auch die Euro-Zone verliert demnach an Gewicht. In weniger als 20 Jahren wird der DIHK-Vorhersage zufolge mehr nach Asien geliefert als in die Währungsunion. „Bis 2032 rechnen wir mit einem jährlichen Exportwachstum nach Asien von 7,5 Prozent“, sagte Treier. Dann sollen Waren im Wert von mehr als 700 Milliarden Euro auf dem Kontinent verkauft werden. „Die Ausfuhren in die Euro-Länder werden dagegen nur knapp über drei Prozent zulegen, also weniger als halb so stark“, sagte der Experte.

„China bleibt innerhalb Asiens dominant“, sagte Treier. „Aber es gibt dort noch andere Länder, die rasant wachsen - von Malaysia bis zu den Philippinen.“ Obwohl die Bedeutung Europas für die deutschen Exporteure abnehmen werde, bleibe der alte Kontinent von enormer Bedeutung. „Trotz der Globalisierung bleibt Europa unsere Produktions- und Entwicklungsbasis“, sagte der DIHK-Außenwirtschaftschef. „Und auch als Absatzmarkt bleibt Europa enorm wichtig.“

Von

rtr

Kommentare (6)

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KlappeDicht

15.04.2013, 14:23 Uhr

Bisher ist Frankreich der wichtigste Kunde, doch sowohl China als auch die USA werden bis 2023 am Nachbarn vorbeiziehen.
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Dazu kommen noch Indien und Russland, .... da können wir auf die sozialistischen Franzmänner und die korrupten Südländer, die in diesem Leben nichts mehr auf die Reihe bekommen, doch locker verzichten! Deren bestes Personal wird sich ohnehin bei uns bewerben, sodass wir deren Gebiete allenfalls als Touristen in Anspruch nehmen können - falls dort keine nationalsozialistischen antideutschen Töne zu vernehmen sind. Also: Haltet bloß eure Klappen!

honolulu23

15.04.2013, 14:24 Uhr

Frankreich muss erst mal da durch, wo Deutschland Ende 2003 stand! Dann ein Plus von 5 Jahren. Danach - interessant. Die müssen einfach mal auf den "deutschen" (H4-) Boden kommen, es wäre eine Genugtuung, die französische Arroganz so weg fegen zu können und die Leute dort freundlich-offen wie neugeboren eigentlich nach einer solchen Rosskur, erleben zu dürfen.

Sarina

15.04.2013, 14:28 Uhr

Frankreich verliert an Bedeutung. Warum nicht?
Wer 35 Stunden (oder waren es 30?) in der Woche arbeitet und mit 60 in Rente geht, hat jeden Anspruch auf "Bedeutung" a priori verspielt. Was soll man von so einer Industrienation - der zweitgrößten in Europa (sic!)- nur halten? Das kann doch auf Dauer nicht funktionieren. Dabei bezeichnen die Franzosen ihr Land noch immer als "Grande Nation", das ist doch nicht zu fassen!

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