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04.09.2011

22:12 Uhr

Diamantenhandel

Steuerermittlungen in Antwerpen

Der belgische Staat sucht nach etwa 700 Millionen Euro Schwarzgeld. Ort der Suche ist der traditionsreiche Diamantenhandel in Antwerpen. Das Geld soll auf schweizer Konten gebracht worden sein.

Das Gebäude der Diamantenbörse in Antwerpen. Der Diamantenhadel ist in eine Steuerermittlung verwickelt. Reuters

Das Gebäude der Diamantenbörse in Antwerpen. Der Diamantenhadel ist in eine Steuerermittlung verwickelt.

Brüssel/AntwerpenDer traditionsreiche Antwerpener Diamantenhandel wird von einem Steuerskandal erschüttert. Die Branchenvertretung Antwerp World Diamond Center (AWDC) reagierte am Sonntag laut Nachrichtenagentur Belga auf Vorwürfe, wonach der belgische Fiskus auf der Suche nach etwa 700 Millionen Euro Schwarzgeld ist. Das Geld soll vor allem von Diamantenhändlern der belgischen Hafenmetropole auf schweizer Konten geschafft worden sein.

Das AWDC beklagte laut Belga, das Ermittlungsgeheimnis sei verletzt worden. Es gebe eine gestohlene Liste mit den Namen von Privatpersonen und Konten im Ausland. Die Diamantenhändler hätten seit Jahresbeginn keinen Zugang zu der Ermittlungsakte. Die Wirtschaftszeitung „De Tijd“ hatte zuvor über die Nachforschungen der Steuerbehörden berichtet. Nach Informationen des Blattes stehen die Namen von rund 800 Belgiern auf der Liste.

Die Behörden äußerten sich zunächst nicht zu dem Fall. Antwerpen ist weltweit einer der führenden Umschlagplätze für Diamanten.

Von

dpa

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