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19.10.2012

14:08 Uhr

Diaoyu/Senkaku

China lässt im Inselstreit Muskeln spielen

Keine Annährung im Inselstreit zwischen Japan und China: Nach einem Großaufgebot der japanischen Marine setzt Peking jetzt Schiffe und Flugzeuge abseits der umstrittenen Inselgruppe ein.

Boot patrouillieren um die umstrittene Inselgruppe im Ostchinesischen Meer. dapd

Boot patrouillieren um die umstrittene Inselgruppe im Ostchinesischen Meer.

PekingChina zeigt im Streit mit Japan um eine unbewohnte Inselgruppe mit einem Marinemanöver Präsenz. Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua waren dabei am Freitag elf Schiffe und acht Flugzeuge im Einsatz. Die Übung konzentriere sich auf Patrouillen und Maßnahmen bei Zwischenfällen, die Chinas Territorium bedrohten, meldete Xinhua. Das Staatsfernsehen zeigte eine Fregatte, einen Kampfjet und mehrere Hubschrauber in Küstennähe, deutlich entfernt von den umstrittenen Inseln im Ostchinesischen Meer.

Die japanische Marine hatte ihr 60-jähriges Bestehen am Sonntag mit einem großen Manöver begangen. Dabei wurden südlich von Tokio mehr als 40 Boote eingesetzt, darunter Kriegsschiffe aus den USA, Singapur und Australien. Unter den Beobachtern waren auch Vertreter Chinas. Noch in diesem Jahr ist ein gemeinsames Manöver Japans und der USA geplant, bei dem laut Medienberichten die Rückeroberung einer von ausländischen Kräften besetzten Insel trainiert werden soll.

Erst am Dienstag hatten japanische Militärflugzeuge sieben chinesische Kriegsschiffe in der Nähe der von beiden Ländern beanspruchten Inselgruppe gesichtet, die in China Diaoyu und in Japan Senkaku genannt wird. Laut Angaben aus Peking befanden sich die Schiffe auf einer routinemäßigen Übungsmission. Das Manöver am Freitag werde mit der Fischereibehörde sowie der für die Meeresüberwachung zuständige Agentur koordiniert, meldete Xinhua.

Die umstrittene Inselgruppe liegt etwa 200 Kilometer vor der Küste Taiwans und rund 400 Kilometer von Japan entfernt. Vier der fünf Inseln waren bislang in japanischem Privatbesitz, eine gehört der Stadt Tokio. Der Archipel liegt strategisch günstig, die Gewässer gelten als besonders fischreich, und es werden Erdöl und Erdgas auf dem Meeresgrund vermutet.

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dapd

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