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11.12.2014

09:07 Uhr

Dick Cheney über CIA-Report

Ein Bericht „voller Mist“

Er ist einer der Hauptverantwortlichen für das, was in US-Foltergefängnissen passierte. Dementsprechend steht Dick Cheney, unter George W. Bush Vizepräsident, nach dem CIA-Report stark unter Druck. Nun schlägt er zurück.

Er wehrt sich gegen die Vorwürfe gegen ihn nun mit aggressiver Rhetorik: Ex-Vize-Präsident Dick Cheney. ap

Er wehrt sich gegen die Vorwürfe gegen ihn nun mit aggressiver Rhetorik: Ex-Vize-Präsident Dick Cheney.

WashingtonDer frühere US-Vizepräsident Dick Cheney hat den Senatsbericht über die Foltermethoden der CIA mit drastischen Worten kritisiert. Der Bericht sei nicht nur „schwer fehlerhaft“, sondern „voller Mist“, sagte Cheney am Mittwochabend (Ortszeit) dem Sender Fox News. In einer ersten Reaktion am Dienstag habe er nur „gelabert“, fügte er in dem Interview hinzu. „Jetzt lasst mich das richtige Wort verwenden.“

Der US-Senat hatte seinen Bericht am Dienstag vorgestellt. Er kommt zu dem Schluss, dass Terrorverdächtige nach den Anschlägen vom 11. September 2011 weit brutaler gefoltert wurden, als bislang bekannt, dass die CIA dabei aber kaum Informationen gewann. Cheney, der damals an der Seite von Präsident George W. Bush in der Verantwortung stand, widersprach heftig: „Wir taten damals exakt das, was notwendig war, um die Schuldigen für 9/11 zu schnappen und einen weiteren Anschlag zu verhindern“, sagte er Fox News. „Wir waren in beiden Teilen erfolgreich.“

Die Senatsermittler hätten sich nicht einmal die Mühe gemacht, Schlüsselfiguren, die in das Programm eingebunden waren, zu befragen, sagte der Ex-Vizepräsident. Dann wäre womöglich herausgekommen, dass der damalige Präsident Bush mehr wusste, als in dem Bericht steht. Darin heißt es, Bush sei erst 2006 - vier Jahre nach dem Start des Programms - über Einzelheiten der Foltermethoden informiert worden, und er habe sein „Unwohlsein“ darüber zum Ausdruck gebracht.

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Laut Cheney war der damalige Präsident „ein integraler Teil des Programms und musste ihm zustimmen“. Wörtlich sagte er: „Wir diskutierten die Techniken. Es gab von unserer Seite keine Anstrengungen, ihn da rauszuhalten.“ Bedauern darüber, dass etwa 9/11-Chefplaner Khalid Sheikh Mohammed 183 Mal dem sogenannten Waterboarding unterzogen wurde, ließ Cheney nicht erkennen. „Was hätten wir tun sollen? Ihm auf beide Wangen küssen und sagen: 'Bitte, bitte, sag uns was Du weißt? Bestimmt nicht'.“

Von

afp

Kommentare (4)

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Herr Martin Zuehlke

11.12.2014, 10:59 Uhr

Was für ein widerwärtiger alter S...
Ihm fehlen ganz offenbar die Argumente, also wird der Bericht einfach mal als Mist bezeichnet ohne zu erläutern warum. Alles unter dem Deckmantel "Demokratie und Freiheit" in die Welt zu tragen. Ich glaube sogar die Typen sind tatsächlich davon überzeugt, dass sie mit Ihren Foltermethoden den richtigen Weg gehen. An Zynismus und Doppelmoral sind die konservativen Amis schlichtweg nicht zu überbieten! Er könnte ja wenigstens eingestehen, dass ihre Anti-Terror Strategie auf ganzer Linie versagt hat... Wird wohl auch eher nicht geschehen!

Herr Arno Nym

11.12.2014, 11:30 Uhr

Leider kann man den Strippenziehern der CIA-Folter kein Wort mehr glauben. Bei solchen Leuten ist der Vertrauensvorschuss aufgebraucht.

Herr Paul Mueller

11.12.2014, 11:35 Uhr

Würden die Russen so etwas machen, würde Merkel lospoltern, und zu Sanktionen aufrufen.

Aber da man von ihr nichts hört, scheint für Merkel derartiges Foltern in Ordnung zu sein.

"Verstoss gegen das Völkerrecht" scheint für sie nur noch eine Floskel im Kampf um den eigenen Stuhl zu sein.

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