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14.11.2014

14:43 Uhr

„Die Verletzung ist ernst“

Schweden will Beweise für ausländisches U-Boot haben

Im Oktober sorgte ein unbekanntes Objekt in schwedischen Gewässern für Aufsehen. Die schwedische Regierung ist sich nun sicher: Es handelte sich um ein ausländische U-Boot. Doch welche Nationalität hatte das U-Boot?

Dieses Foto des schwedischen Militärs soll das U-Boot zeigen. Die Nationalität des U-Boots ist immer noch unbekannt. dpa

Dieses Foto des schwedischen Militärs soll das U-Boot zeigen. Die Nationalität des U-Boots ist immer noch unbekannt.

StockholmDie schwedische Regierung hat nach eigenen Angaben Beweise dafür, dass ein ausländisches U-Boot im Oktober unerlaubt in die Stockholmer Schären eingedrungen ist. „Es steht ganz klar fest, dass eine fremde Macht schwedisches Hoheitsgebiet unter Wasser verletzt hat“, sagte der Oberbefehlshaber der Streitkräfte, Sverker Göranson, bei einer Pressekonferenz am Freitag. „Ein kleineres U-Boot“ habe sich ohne Zweifel in schwedischen Gewässern aufgehalten.

Die Untersuchungen hätten aber keine Hinweise auf die Nationalität des mysteriösen Unterwasserobjekts ergeben. Nach Hinweisen aus der Bevölkerung hatte Schweden eine Woche lang nach einem U-Boot gefahndet. Schwedische Medien hatten gemutmaßt, dass es sich um ein russisches Fahrzeug handelte. Die Russen hatten das dementiert. Am 24. Oktober war die Suche abgebrochen worden.

„Das hier ist vollständig inakzeptabel“, sagte Schwedens Regierungschef Stefan Löfven in Stockholm. „Wir verlangen, dass Schwedens Grenzen geachtet werden.“ Das Eindringen habe eine Bedrohung für die Sicherheit des Landes sichtbar gemacht.

Fremde Unterwasseraktivitäten

Schwedisches Militär sucht nach russischem U-Boot

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Ab dem nächsten Jahr will die neue Regierung aus Sozialdemokraten und Grünen die Ausgaben für die Verteidigung erhöhen. „Wir werden die Einsatzfähigkeit unserer Streitkräfte stärken“, sagte der zuständige Minister Peter Hultqvist. „Die Verletzung ist ernst.“

Wieso das Unterwasserobjekt in den Schären unterwegs gewesen sei, konnte Göranson nicht sagen. „Das wäre pure Spekulation.“ Durch die Auswertung verschiedener Sensoren und Analyse von Berichten habe sich aber der Verdacht erhärtet, dass es das U-Boot gegeben habe.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Frau Ich hier

14.11.2014, 15:17 Uhr

Oh Mann!
Kaum kriselt es wieder in der Ukraine etwas mehr, schon taucht Nessie wieder auf, weil es doch sooooo schön gegen die Russen passt!
Stimmung, Ole!

Wie einfach strukturiert die Propagandaabteilungen und ihre Fans und Follower doch sind.

Frau Ich hier

14.11.2014, 15:20 Uhr

"Verdacht erhärtet" also immer noch ein Verdacht und kein Beweis.

Was also ist neu?

Ach ja, siehe meinen obigen Beitrag.

Herr Thomas Ungläubig

14.11.2014, 16:41 Uhr

Auf diese Weise kann man auch eine Erhöhung des Verteidigungsetats durchdrücken, viel plumper gehts ja nicht. Eine Beleidigung für das friedliebende Volk.

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