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06.12.2013

04:56 Uhr

Die Welt trauert

„Unsere Nation hat ihren größten Sohn verloren“

Nelson Mandela starb im Alter von 95 Jahren. In Südafrika und auf der ganzen Welt bekundeten Politiker und Prominente ihre Trauer. Bundeskanzlerin Merkel nannte Mandela eine „Inspiration“.

Tod des Nationalhelden

Südafrika trauert um Nelson Mandela

Tod des Nationalhelden: Südafrika trauert um Nelson Mandela

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PretoriaDer südafrikanische Nationalheld Nelson Mandela ist tot. Der 95-Jährige sei am Donnerstag um 20.50 Uhr Ortszeit (19.50 Uhr MEZ) gestorben, sagte Südafrikas Präsident Jacob Zuma am Abend in Johannesburg in einer landesweit übertragenen Fernsehsendung. „Unsere Nation hat ihren größten Sohn verloren“, sagte Zuma. Er sei friedlich dahingeschieden. „Nelson Mandela brachte uns zusammen und zusammen nehmen wir Abschied von ihm“, sagte Zuma. Zuma kündigte ein Staatsbegräbnis an und ordnete alle Flaggen im Land auf Halbmast an.

In Johannesburg haben Hunderte Südafrikaner bei einer spontanten Trauerfeier Abschied genommen. Viele von ihnen tanzten und sangen in der Nacht zum Freitag vor dem Haus des Friedensnobelpreisträgers in Johannesburg, einige hielten Bilder des „Vaters der Nation“ in den Händen oder schwenkten die südafrikanische Fahne. Andere wiederum entzündeten Kerzen, um dem Nationalhelden zu gedenken.

Die Menge vor dem Anwesen spiegelte die multikulturelle Gesellschaft des Landes wieder. So zog es etwa Farbige, Weiße, Asiaten, Christen, Muslime und Juden zu Mandelas Domizil im Vorort Houghton - dem Haus, in dem er starb. Uniformierte Sicherheitskräfte hielten die Menge behutsam zurück. Über dem Haus kreisten Hubschrauber.

Netzreaktionen zu Mandelas Tod: „Die Welt weint heute Nacht“

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„Die Welt weint heute Nacht“

Es dauerte keine Stunde, bis sich US-Präsident Barack Obama zum Tode Nelson Mandelas äußerte. Auch andere Berühmtheiten aus Politik, Sport und Gesellschaft erinnerten im Internet an den südafrikanischen Freiheitskämpfer.

Mandela war der erste schwarze Präsident in der Geschichte Südafrikas. Für seinen Traum von einem demokratischen Südafrika ohne Rassentrennung musste er einen hohen Preis bezahlen: Fast drei Jahrzehnte verbrachte Mandela hinter Gittern, davon 18 Jahre auf der berüchtigten Gefangeneninsel Robben Island. Dennoch wurde er die zentrale Figur im Kampf gegen die Apartheid.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Mandela als Vorbild für Menschen auf der ganzen Welt gewürdigt. „Auch viele Jahre im Gefängnis konnten Nelson Mandela nicht brechen oder bitter machen - aus seiner Botschaft der Versöhnung ist schließlich ein neues, besseres Südafrika entstanden“, erklärte Merkel am Donnerstag nach Angaben des Bundespresseamtes. „Nelson Mandelas leuchtendes Beispiel und sein politisches Vermächtnis der Gewaltfreiheit und der Absage an jeglichen Rassismus werden für Menschen auf der ganzen Welt noch lange Zeit eine Inspiration bleiben.“

Der britische Premierminister David Cameron erklärte auf dem Online-Kurzmitteilungsdienst Twitter, dass „ein großes Licht in der Welt erloschen" sei. „Nelson Mandela war ein Held unserer Zeit“, schrieb Cameron. Frankreichs Präsident François Hollande sagte, Mandela habe „Geschichte geschrieben für Südafrika und für die Welt“. Er sei „ein unermüdlicher Kämpfer gegen die Apartheid“ gewesen, sagte Hollande nach einer Mitteilung.

Zum Tod von Nelson Mandela: „Wer Hass verspürt, der kann nie frei sein“

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Einer der größten Revolutionäre des 20. Jahrhunderts ist tot. Der Freiheitskämpfer Nelson Mandela schaffte, was kaum einer für möglich gehalten hatte: Er machte den Apartheitsstaat Südafrika zu einem freien Land.

In den USA hat US-Präsident Barack Obama Trauerbeflaggung am Weißen Haus und allen öffentlichen Gebäuden angeordnet. Die US-Flaggen werden auf Anweisung Obamas bis Montagabend auf Halbmast gesetzt.

Obama hat den Mandela als großes Vorbild für alle Menschen gewürdigt. Die Welt habe einen der einflussreichsten und mutigsten Menschen verloren, sagte Obama am Donnerstag im Weißen Haus in Washington. „Ich bin einer von ungezählten Millionen, die durch Nelson Mandelas Leben inspiriert wurden“, sagte Obama. „Ein freies Südafrika im Frieden mit sich selbst als Vorbild für die Welt - das ist Madibas Vermächtnis an seine geliebte Nation.“

Der Chef der Weltbank, Jim Yong Kim, sagte laut einer Mitteilung: „Seine Geschenke an die Menschheit werden bleiben. (...) Er zeigte uns, dass grundlegende Veränderung möglich ist.“

Kommentare (8)

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Michel

06.12.2013, 09:42 Uhr

Ihr immer mit Eurem Mandela. In der DDR und bei den Russen sowieso, mußten renitente politische Häftlinge Einzelhaft und Folter aushalten, da war Mandelas Haft nichts Außergewöhnliches dagegen. Heute kriegen sie 250,-
Euro pro Monat dafür, wogegen die Folterknechte von Bautzen, Cottbus, Naumburg, den Stasigefängnissen usw ihre Pensionen beziehen als ob nichts gewesen wär.
Der Dreck vor der eigenen Haustür wurde schnell weggekehrt.

Die_falsche_Farbe

06.12.2013, 10:48 Uhr

Wenn er selber weiss gewesen waere und fuer Gleichheit gekaempft haette, dann haette mich dies mehr beeindruckt. Aber so sehe ich auch viel Eigeninteresse, wenn sein Kampf auch gerechtfertigt war.

Account gelöscht!

06.12.2013, 11:16 Uhr

Mandela wird vollkommen überbewertet. Es hat nichts, aber auch gar nichts für Südafrika gemacht im Nachgang seiner Freilassung, weder gesellschaftlich, noch politisch.

Es ist und war immer nur der ewige Märtyrer als Synonym für die Apartheit. Politsch kam in den letzten 20 Jahren nichts, aber auch gar nichts rum, was dem Land weitergeholfen hätte.

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