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17.10.2012

09:39 Uhr

Die zweite TV-Debatte

„Obama hat es gerockt“

VonNils Rüdel

Beim zweiten TV-Duell hat Barack Obama gegen Herausforderer Mitt Romney eindrucksvoll zurückgeschlagen. Im New Yorker Stadtteil Harlem wird der US-Präsident dafür gefeiert wie ein Popstar. Ein Ortsbesuch.

Das „Apollo“ in Harlem.

Das „Apollo“ in Harlem.

New YorkBarack Obama hat es geschafft. Er ist bereits zu Lebzeiten eine Legende. Zumindest als Graffiti. Milde lächelt der US-Präsident von einer Wand an der 125. Straße in Manhattan, eingerahmt von drei anderen Legenden: Nelson Mandela, Malcolm X und Martin Luther King. „Share the Dream“, steht unter den vier Köpfen, „Teile den Traum“. Und: „Willkommen im himmlischen Harlem“.

Kaum vorstellbar, dass irgendjemand hier Mitt Romney an die Wand sprühen würde. Hier, im Herzen das überwiegend von Farbigen bewohnten Stadtteils, ist Obama-Land. 98 Prozent hatten 2008 für Obama gestimmt. Und heute hatte das Idol hier einen ganz großen Abend. Oder, wie Cornelius Ricks es ausdrückt: „Er hat es gerockt“.

TV-Duell

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Ricks, ein farbiger zwei-Meter-Mann mit Hut und grauem Tweed-Anzug, steht vor den roten Leuchtbuchstaben des „Apollo“-Theaters, schüttelt Hände und lässt sie gar nicht mehr los. „Obama ist zurück“, ruft er. „Obama hat gewonnen, Obama wird es machen“.

Anderthalb Stunden lang haben sie soeben dem Präsidenten zugejubelt, im prunkvollen Saal des Apollo, der Herzkammer der schwarzen Musik Amerikas. So, wie die Menschen vor Jahrzehnten James Brown, Aretha Franklin oder den Jackson Five zujubelten, die auf dieser Bühne entdeckt wurden.

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Das zweite TV-Duell war der Härtetest für Obamas Siegeswillen - und er hat ihn bestanden. Gegen Romney bewies der Amtsinhaber, dass er die Wahl noch lange nicht aufgegeben hat. Was Sie zur Debatte sehen & lesen sollten.

Heute Abend ist im „Apollo“ „Debate Night“, die zweite TV-Debatte der Präsidentschaftskandidaten wird per Großleinwand übertragen. Hunderte Zuschauer verfolgen von den Rängen, wie Obama Herausforderer Romney vernichtend schlägt. So sieht es zumindest das überwiegend farbige Publikum. Bereits in den ersten Sekunden, als die Kontrahenten im 35 Kilometer entfernten Hempstead das Studio betreten, gibt es Jubel für Obama – und Buh-Rufe für Romney.

Große Stimmung im „Apollo“, ganz im Gegensatz zum Schauplatz der Debatte in Hempstead. Im Vergleich zur Party in Harlem wirkt die Szenerie dort reichlich steril: 82 ausgewählte Wähler sitzen da im Halbrund um Obama und Romney herum, sie dürfen Fragen stellen, doch jede Gefühlsregung wurde ihnen vorher von Moderatorin Candy Crowley verboten. Nicht mal ein Lächeln wagen sie und sehen deshalb aus wie 82 Wähler aus Pappe.

Kommentare (20)

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17.10.2012, 10:22 Uhr

Mitt Romney wird der bessere Präsident.

Obama schadet den USA durch Hyper-Verschuldung (in 4 Jahren von 10-trillion-dollar auf 16-trillio-dollar wegen "obama-care") und weil er eine Politik der Schwäche repräsentiert, die alt-bewährte Kräfte-Gleichgewichte gefährden. Er regiert "weich und beliebig".

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17.10.2012, 10:29 Uhr

Romney schadet den USA durch inbezahlbare Kriege, die die USA bereits durch die von G.W. Bush angezettelten Kriege in den letzten Jahren in die Hyper-Verschuldung geführt haben.

Obama unternimmt wenigstens den Versuch keine neuen Kriege anzuzetteln und alte zu beenden.

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17.10.2012, 11:03 Uhr

Sie sehen doch an der Kuba-Krise, wie zurückhaltend die USA reagiert hatten auf die Stationierung "direkt vor ohrer Haustüre". Die 68er haben uns eingeredet, die USA seien Kriegstreiber. Stimmt nicht ! Nur die deutschen Medien predigen es immer wieder wie eine Doktrien, die sie vor sich hertragen. USA-bashing ständig von den Ö/R-Medien. Mitt Romney wird ein guter Präsident, verlassen Sie sich drauf. :O)

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