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17.10.2012

14:41 Uhr

Diplomat

Spanischer Hilfsantrag binnen einer Woche

Dass Spanien in den kommenden sieben Tagen einen Antrag auf Finanzhilfen stellt, gilt als sicher. Passiert dies schon zum EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag, hätte das gleich mehrere Vorteile.

Nach Einschätzung eines europäischen Diplomaten wird Spanien sehr bald einen Antrag auf Finanzhilfen stellen. dpa

Nach Einschätzung eines europäischen Diplomaten wird Spanien sehr bald einen Antrag auf Finanzhilfen stellen.

ParisSpanien wird nach Einschätzung von Diplomaten womöglich schon binnen einer Woche einen Hilfsantrag an den neuen Euro-Rettungsfonds ESM stellen. „Die Dinge entwickeln sich“, sagte ein europäischer Diplomat am Mittwoch zu Spekulationen über einen spanischen Hilfsantrag. Demnach könnte Spanien von einer kombinierten Hilfe des ESM und der Europäischen Zentralbank (EZB) profitieren, die ihre Bereitschaft erklärt hatte, am Sekundärmarkt unbegrenzt Staatsschuldtitel von Krisenländern aufzukaufen.

Der Diplomat war sich „nicht sicher“, ob Spanien bereits zum EU-Gipfel in Brüssel am Donnerstag und Freitag einen Hilfsantrag stellt. Bei dem Gipfel könnten aber die Bedingungen für eine Hilfe für das überschuldete Land geklärt werden. „Die Spanier werden nur Hilfe beantragen, wenn sie sicher sind, was auf sie zukommt“, fügte er hinzu. Der Hilfsantrag könnte demnach nächste Woche gestellt werden, jedenfalls rasch nach dem EU-Gipfel. Dann könnte auch „ein Paket mit Griechenland“ geschnürt werden, das sein Hilfsprogramm bis Mitte November neu verhandeln muss.

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Deutschland, das bisher die Meinung vertrat, dass Spanien keinen Hilfsantrag stellen müsse, freunde sich mit der Idee einer Intervention des Euro-Rettungsfonds und der EZB an, fügte der Diplomat hinzu. Die Höhe der Hilfe sei noch nicht festgelegt. „Aber der Betrag aus dem ESM ist nicht sehr bedeutend, das was zählt, ist, dass durch die Intervention dann auch die der EZB ausgelöst wird.“

Das Einspringen der EZB ist abhängig von einem vorher gestellten Hilfsantrag beim Euro-Rettungsfonds, was mit Auflagen für Strukturreformen und Sparziele verbunden ist. Spanien leidet trotz aller Sparanstrengungen weiter unter hohen Zinsen für seine Finanzierung.

Von

afp

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

17.10.2012, 15:24 Uhr

" „Aber der Betrag aus dem ESM ist nicht sehr bedeutend, das was zählt, ist, dass durch die Intervention dann auch die der EZB ausgelöst wird.“

Und wer zahlt den spanischen, griechischen oder portugiesischem Anteil am ESM ein?

Account gelöscht!

17.10.2012, 15:42 Uhr

Das Bundesverfassungsgericht hätte besser die deutsche Haftung für die Rettungsschirme auch auf den Anteil an der EZB begrenzen sollen, alle welche jetzt unter dem ESM gehen brauchen ja nicht viel Kredit es reicht ja vollkommen aus, dass die EZB die Staatsanleihen in unbegrenzter Höhe kauft.
Auch so kann man Urteile umgehen, eigentlich müsste Karlruhe jetzt noch einmal eingreifen, es kann doch nicht sein das die Haftung am ESM auf 190 Mrd. begrenzt ist aber die Haftung an der EZB praktisch noch oben offen ist. Kauft die EZB Staatsanleihen für 1 Billion dann haftet Deutschland mit 270 Mrd. das ist viel mehr als beim ESM. Solche Sachen kommen raus wenn ein Gericht nur halbherzige Auflagen macht um niemanden auf die Füße zu treten, was nun Herr Voßkuhle?

Account gelöscht!

17.10.2012, 20:42 Uhr

"Spanischer Hilfsantrag binnen einer Woche"

Ach schon wieder? lol

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