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24.05.2017

14:04 Uhr

Diplomaten

G7-Runde hält Russland-Sanktionen aufrecht

Die G7-Staaten sollen an ihren Russland-Sanktionen festhalten. Das ehemalige Zarenreich wurde aufgrund der Krim-Annexion 2014 von der Runde ausgeschlossen. Frankreich geht voran und lädt Putin zu Gesprächen ein.

Die G7 fordern von Moskau, die Anforderungen der Minsker Friedenvereinbarung für die Ukraine zu erfüllen. dpa

Wladimir Putin

Die G7 fordern von Moskau, die Anforderungen der Minsker Friedenvereinbarung für die Ukraine zu erfüllen.

ParisDie G7-Runde der großen Industriestaaten will nach Angaben französischer Diplomaten an den Sanktionen gegen Russland festhalten. Von einem offiziellen US-Gesuch, Russland wieder in die Gruppe aufzunehmen und diese damit zur G8-Runde zu machen, sei in Paris nichts bekannt, berichteten Kreise des Élyséepalastes am Mittwoch.

Die „Gruppe der Sieben“ ist ein 1975 gegründetes informelles Beratungsformat der damals größten Industriestaaten. Das nächste Treffen ist am Freitag und Samstag im italienischen Taorminia geplant. Nachdem sie Ende der 1990er Jahre um Russland zur G8 erweitert wurde, schlossen die Mitglieder 2014 Russland aufgrund der Annexion der Krim wieder aus.

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Russland habe sich mit dem Vorgehen auf der Krim selbst aus dem Spiel genommen, hieß es in Paris. Die G7-Runde wolle Bereitschaft zum Dialog signalisieren, dafür müsse Moskau aber die Anforderungen der Minsker Friedensvereinbarung für die Ukraine erfüllen. Zu den Russland-Sanktionen des Westens gehört unter anderem ein Waffenembargo.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will am Montag (29.5.) Kremlchef Wladimir Putin in Versailles bei Paris treffen – Anlass sei eine Ausstellung zum Besuch des russischen Zaren Peter des Großen vor 300 Jahren. Nach Kreml-Angaben soll über die bilateralen Beziehungen, den Kampf gegen Terrorismus, die Ukraine und Syrien gesprochen werden.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Tomas Maidan

24.05.2017, 15:18 Uhr

Gut so. Auch gut, dass Macron den Putin mal einbestellt. So gehts ja nun wirklich nicht. Er sollte dieser Type mal deutlich sagen, was von den Hacker Angriffen und der ganzen russischen Propaganda zu halten ist. So kann Putin sich alle möglichen "Deals" gehörig abschminken. Russland erinnert irgendwie immer mehr an Nord-Korea.

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