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20.07.2013

15:12 Uhr

Diplomatische Spannungen

Venezuela legt Beziehungen zu den USA auf Eis

Zwischen den USA und Venezuela haben sich die Spannungen verschärft. Venezuela will den begonnenen Prozess, die diplomatischen Beziehungen zu normalisieren, beenden. Grund dafür ist eine Aussage der UN-Botschafterin.

CaracasDie Spannungen zwischen den USA und Venezuela haben sich nach kritischen Äußerungen der designierten US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen verschärft. Venezuela beende den im Juni begonnenen Prozess einer Normalisierung der diplomatischen Beziehungen, teilte das venezolanische Außenministerium am späten Freitagabend mit. Die für das Amt der UN-Botschafterin nominierte Samantha Power hatte am Mittwoch im US-Senat angekündigt, sie werde sich im Falle einer Ernennung gegen „repressive Regime“ einsetzen und gegen die Unterdrückung der Zivilgesellschaft in Ländern wie Venezuela, Kuba, dem Iran und Russland vorgehen.

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro reagierte empört auf Powers Äußerungen und verlangte eine "sofortige Richtigstellung" von Washington. Das US-Außenministerium stellte sich jedoch hinter Power. Washington und Caracas haben seit 2010 keine Botschafter mehr in das jeweils andere Land geschickt, obwohl Venezuela täglich 900.000 Barrel Öl in die USA exportiert. US-Außenminister John Kerry und sein venezolanischer Amtskollege Elías Jaua hatten im Juni baldige Gespräche über einen möglichen Austausch der Botschafter vereinbart.

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro reagierte empört auf die Äußerungen der UN-Botschafterin, sie wolle gegen die Unterdrückung der Zivilgesellschaft in Ländern wie Venezuela, Kuba, dem Iran und Russland vorgehen. ap

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro reagierte empört auf die Äußerungen der UN-Botschafterin, sie wolle gegen die Unterdrückung der Zivilgesellschaft in Ländern wie Venezuela, Kuba, dem Iran und Russland vorgehen.

US-Präsident Barack Obama hat den knappen Wahlsieg Maduros im April bislang nicht anerkannt. Maduro war von dem im März verstorbenen linksgerichteten Präsidenten Hugo Chávez als Nachfolger aufgebaut worden. Dieser hatte sich während seiner 14-jährigen Amtszeit mit US-Gegnern wie dem Iran und Syrien verbündet und die USA regelmäßig des Imperialismus bezichtigt.

Von

afp

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

20.07.2013, 18:05 Uhr

Die USA hat das Asyl-Land Snowdens jetzt angeblich doch nicht bedroht: http://de.rian.ru/politics/20130720/266518453.html

poweroff

21.07.2013, 00:24 Uhr

Miss Powers hört sich nach schlechter 80er Jahre Pornostar an... Aber welchen Geistes Kind sie ist, zeigt sie ja mit Ihren hahnebüchenden Aussagen... Diese Frau gehört überall hin nur nicht in die Politik...

Rechner

21.07.2013, 11:09 Uhr

O-Ton Powers (USA)
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Die für das Amt der UN-Botschafterin nominierte Samantha Power hatte am Mittwoch im US-Senat angekündigt, sie werde sich im Falle einer Ernennung gegen „repressive Regime“ einsetzen und gegen die Unterdrückung der Zivilgesellschaft in Ländern wie Venezuela, Kuba, dem Iran und Russland vorgehen.
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Gegen das repressive Regime in der BRD und die Unterdrückung der Zivilgesellschaft in Ländern die die Menschenrechte ihrer Bürger mit Heulocaust-Leugnungs-Verboten beschneiden will man hingegen nicht vorgehen.

Und auch die brutale Theokratie in Saudiarabien ist vor Kritik, geschweige denn "Vorgehen" ebenso sicher wie das jüdische Völkermordregime in Palästina.

Auch die Errichtung einer totalitären NSA-Diktatur im eigenen Lande mit Gedankenvollkontrolle, Präventiverschießungen und Konzentrationslagern ist für Powers nicht kritikwürdig.

...

Die Propagandaübungen der USA mit dem antirepressiven Tenor werden jeden Tag unglaubwürdiger.

Die USA sind die größte kriminelle Vereinignung in der Geschichte der Menschheit.

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