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12.11.2013

14:33 Uhr

Diplomatische Verstimmungen

Polnische Nationalisten bewerfen russische Botschaft

Diplomatische Verstimmungen zwischen Polen und Russland: Polnische Nationalisten warfen bei einer Demonstration in Warschau Feuerwerkskörper auf das Gelände der russischen Botschaft. Moskau fordert eine Entschuldigung.

Der Aufmarsch der extremen Rechten anlässlich des polnischen Unabhängigkeitstages in Warschau. dpa

Der Aufmarsch der extremen Rechten anlässlich des polnischen Unabhängigkeitstages in Warschau.

MoskauAusschreitungen bei einer Demonstration polnischer Nationalisten in Warschau haben zu diplomatischen Verstimmungen zwischen Polen und Russland geführt. Der polnische Botschafter sei ins russische Außenministerium einbestellt worden, teilte das Außenamt in Moskau am Dienstag mit. Bei dem Aufmarsch der extremen Rechten anlässlich des polnischen Unabhängigkeitstages war am Montag unter anderem ein Wachhäuschen vor der russischen Botschaft in Brand gesetzt worden.

Demonstranten warfen laut Medienberichten zudem Feuerwerkskörper auf das Gelände der Botschaft und zündeten zwei Autos an. Russland beklagte, dass der Botschaftsbetrieb mehrere Stunden lang unterbrochen werden musste.

Moskau forderte eine offizielle Entschuldigung von Polen und kritisierte im Gespräch mit Botschafter Wojciech Zajaczkowski die "Passivität" und das "verzögerte Einschreiten" der polnischen Polizei. Zajaczkowski äußerte sich im Anschluss an das Treffen nicht.

Der Sprecher des polnischen Außenministeriums, Marcin Wojciechowski, hatte bereits am Montag via Twitter sein "Bedauern" über die Vorfälle erklärt. An der Demonstration zum polnischen Unabhängigkeitstag hatten sich rund 50.000 Menschen beteiligt. Mindestens vier Polizisten wurden verletzt. Demonstranten warfen Steine und Brandsätze und attackierten einen stadtbekannten Linken-Treff.

Die Beziehungen zwischen Russland und Polen bleiben zwei Jahrzehnte nach dem Ende der Sowjetunion angespannt. Mitte Oktober sorgte eine Aktion des polnischen Künstlers Jerzy Bohdan Szumzyk in Russland für Empörung, der in Danzig eine Skulptur mit der Darstellung der Vergewaltigung einer schwangeren Frau durch einen sowjetischen Soldaten aufgestellt hatte.

Von

afp

Kommentare (1)

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Hauke

12.11.2013, 17:41 Uhr

Nicht einer Frau! Eine deutsche Frau und der Tietel Frau komm.
Es ist traurig das es in der BRD keine Gedenkstätte gibt die an all das Elend, Vergewltigung oft vor den Augen der eigenen Kinder gibt

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