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11.01.2007

12:44 Uhr

Diplomatischer Affront

US-Armee stürmt iranisches Konsulat im Nordirak

Wenige Stunden nach der Irak-Rede von US-Präsident George W. Bush haben amerikanische Soldaten das iranische Konsulat in der nordirakischen Stadt Erbil gestürmt. Der Iran bestellte daraufhin die Botschafter Iraks und der Schweiz ein und verlangte eine Erklärung für das Vorgehen. Die Schweiz vertritt die diplomatischen Interessen der USA im Iran.

HB ERBIL. Wie ein Sprecher der kurdischen Sicherheitskräfte weiter sagte, wurden fünf Iraner von den Amerikanern abgeführt. Die Soldaten, die bei ihrer Razzia im Morgengrauen auch Hubschrauber eingesetzt hätten, beschlagnahmten nach Angaben des kurdischen Sprechers zudem Dokumente und Computer. Rund um das Konsulat seien inzwischen Angehörige der kurdischen Sicherheitskräfte postiert, hieß es.

Weder die kurdische Autonomieregierung noch die US-Armee nahmen zu dem Vorfall zunächst Stellung. Die iranische Führung wird von den politischen und religiösen Vertretern der irakischen Sunniten verdächtigt, die Schiiten-Milizen im Irak zu unterstützen und sich mit eigenen Kämpfern an Todesschwadronen zu beteiligen.

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