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08.01.2004

17:40 Uhr

Diskussion um Syrien

Annäherung zwischen Libyen und Israel

Über Jahrzehnte waren die Beziehungen zwischen Israel und Libyen von Feindseligkeit geprägt. Nun soll es trotz vorheriger Dementis Kontakte zwischen der libyschen Führung und israelischen Regierungsbeamten gegeben haben.

HB TRIPOLIS/JERUSALEM. Gespräche über den Konflikt im Nahen Osten habe es am Rande einer Konferenz in Athen gegeben, sagte der stellvertretende Außenminister Libyens, Hassuna el Schawesch, in Tripolis. Seif el Islam, der Sohn von Revolutionsführer Muammar el Gaddafi, spielte am Donnerstag die Bedeutung dieser Kontakte jedoch herunter.

Israelische Regierungspolitiker haben sich unterdessen auch für einen Beginn von Verhandlungen über eine Friedenslösung mit Syrien ausgesprochen. Ministerpräsident Ariel Scharon solle Signale des syrischen Präsidenten Baschar el Assad nicht unerwidert lassen, forderten Außenminister Silwan Schalom, Finanzminister Benjamin Netanjahu sowie Staatspräsident Mosche Katzav.

Bei neuen gewaltsamen Zwischenfällen wurden zwei Palästinenser getötet. In Dschenin im Norden des Westjordanlandes hätten in zivil gekleidete israelische Soldaten einen Kämpfer der Al-Aksa-Brigaden getötet, erklärten Palästinenser. In der Nacht zum Donnerstag war in Rafah im Süden des Gaza-Streifens ein Palästinenser erschossen worden. Palästinenser machten die israelische Armee dafür verantwortlich. Diese teilte jedoch mit, zu dem fraglichen Zeitpunkt seien keine Soldaten in dem Gebiet gewesen. Auf ägyptischer Seite der Grenze wurde ein Grenzwächter des Nachbarlandes angeschossen. Wie aus Sicherheitskreisen in Kairo bekannt wurde, hatte er versucht, vier Drogenschmuggler aufzuhalten, als diese das Feuer eröffneten.

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