Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.10.2011

09:22 Uhr

DIW-Berechnung

Afghanistan-Einsatz kostet 17 Milliarden Euro

Bis zu 22 Milliarden Euro kostet der Afghanistaneinsatz die deutsche Marktwirtschaft bis 2014 - das prognostizieren Forscher des DIW. Vor zehn Jahren hatten Politiker mit ganz anderen Zahlen gerechnet.

Bundeswehrsoldaten in Kundus: Der Einsatz ist um ein Vielfaches teurer geworden als ursprünglich geplant. dpa

Bundeswehrsoldaten in Kundus: Der Einsatz ist um ein Vielfaches teurer geworden als ursprünglich geplant.

BerlinDer Afghanistan-Einsatz hat Deutschland nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in den vergangenen zehn Jahren 17 Milliarden Euro gekostet. Das ist drei Mal so viel wie die von der Bundesregierung offiziell veranschlagten 5,5 Milliarden Euro. Bis zum geplanten Abzug der letzten deutschen Kampftruppen Ende 2014 muss Deutschland nach Schätzung der Forscher mindestens fünf weitere Milliarden in den Einsatz investieren.

Der Beginn des internationalen Afghanistan-Einsatzes jährt sich am 7. Oktober zum zehnten Mal. Die DIW-Forscher gehen in ihren Berechnungen über die reinen Einsatzkosten für Personal, Infrastrukturmaßnahmen oder Materialbeschaffung und -erhaltung hinaus. Sie berücksichtigen beispielsweise auch die Investitionen des Entwicklungsministeriums oder des Auswärtigen Amts zur Stabilisierung der Region oder gesellschaftliche Kosten durch Tod oder Verletzung von Soldaten.

Von

dpa

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Thomas-Melber-Stuttgart

03.10.2011, 09:47 Uhr

Ohne genaue Aufschlüsselung der Kostenpositionen ist die Zahl wenig aussagekräftig.

caesarenwahn

03.10.2011, 10:28 Uhr

ob aufgeschlüsselt oder nicht, die amerikanischen Eliten haben sich in guter alter Tradition auf Kosten der Wegwerfware aus dem eigenen Lande wieder mal bestens auf Kosten der 98% bedient.

Silverager

03.10.2011, 11:11 Uhr

Gott, sind wir doch bitte nicht so pingelig.

Durch die Aufstockung der Europäischen Finanzstabilitätsfazilität (ich musste dieses wundervolle Wort ausschreiben) haftet der Steuerzahler z.Zt. mit 211 Milliarden. Nach der durch die EU und Schäuble geplanten "Hebelung" (x5) sind wir bei einer Billion Euro Haftungssumme, die mit Sicherheit auch zur Zahlung fällig werden.

Da sollten wir uns über peanuts wie 17 Milliarden doch bitte nicht aufregen.
Da wir Deutsche ja bekanntlich alle vom Euro unendlich profitieren, sind die Summen doch wohl locker zu stemmen, gell?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×