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02.07.2011

16:42 Uhr

Dominique Strauss-Kahn

US-Justiz gerät unter Druck

Im Prozess gegen EX-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn bahnt sich eine Blamage für die US-Justiz an: Ein entscheidendes Telefongespräch, das zur Entlassung aus dem Hausarrest führte, liegt schon seit vielen Wochen vor.

Wende im Fall Strauss-Kahn

Video: Wende im Fall Strauss-Kahn

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New YorkDie entscheidenden Hinweise, die letztlich zur Entlassung von Ex-Währungsfondschef Dominique Strauss-Kahn aus dem Hausarrest geführt haben, liegen nach Angaben der „New York Times“ erst seit Mittwoch vor. Die Übersetzung eines Telefongesprächs, das das angeblich angegriffene Zimmermädchen in die Nähe von Kriminellen rückt, sei erst dann übersetzt gewesen - mehr als sechs Wochen, nachdem es aufgezeichnet worden war.

Die Staatsanwaltschaft sei von dem Inhalt des Gesprächs alarmiert gewesen, schrieb das Blatt am Samstag unter Berufung auf einen der Ermittler. Am Donnerstag hatte die Staatsanwaltschaft Gericht und Verteidigung informiert. Einen Tag später hatte ein Gericht in New York den strengen Hausarrest Strauss-Kahns aufgehoben.

Das Gespräch sei 28 Stunden nach dem angeblich erzwungenen Oralsex geführt worden. Die 32-Jährige habe einen Freund angerufen, der wegen Drogenschmuggels in Arizona in Haft sitzt. Beide hätten sich auf Fulani, „einem einzigartigen Dialekt“ aus ihrer Heimat im westafrikanischen Guinea unterhalten. Dabei sollen sie über die Möglichkeit gesprochen haben, Geld aus der Begegnung zu schlagen. „Dabei sagte sie so etwas wie „Keine Angst, der Typ hat eine Menge Geld. Ich weiß, was ich tue“, zitiert das Blatt den Ermittler.

Das Protokoll sei nur das letzte Element in einer Serien von Ungereimtheiten gewesen. Unmittelbar nach der Tat habe sich die Frau noch als „sehr fromme, demütige muslimische Frau“ bezeichnet, „eine scheinbar ideale Zeugin“, schreibt das Blatt. Sie habe aber bei ihrem Asylantrag gelogen, über eine angebliche Vergewaltigung in ihrer Heimat und über ihre Verhältnisse. So soll der kriminelle Freund immer wieder Geld auf ihr Konto eingezahlt haben, insgesamt um die 100.000 Dollar (69.000 Euro).

Kommentare (15)

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pablito

02.07.2011, 17:43 Uhr

die ist einmal mehr typisch für den amerikanischen staatsapparat. da wird das recht und die moral jeweils so gebogen, wie es gerade der zuständigen persoon passt. einen widersacher gegen die amerikanische finanzpolitik kurz mit einer beschulidigung einer kriminellen in die pfanne zu hauen, passt so richtig in die politische kultur in den usa.
es ist doch an der zeit, wenn die usa von der welt heruntergestuft werden, da wio sie hingehören.

aruba

02.07.2011, 17:49 Uhr

Guten Tag,... Sie wissen was Ich ueber DSK denke.... Aber erliegen Sie nicht dem Fehler zu glauben die ganze Geschichte waere eine Farce. Bedenken Sie bitte,.... der Kerl hat sich von einem Zimmermaedchen einen blasen lassen, und seine Alte ( eine Karriere-besessene Ex Fernsehjournalistin die vor Geld stinkt ) tut als ob nichts geschehen waere. Der Kerl hatte Weibergeschichten am Laufenden Band. Er waere ein wuerdiger Nachfolger fuer den Zwerg im Elysée;.... auf dass die Welt sehe was wirklich los ist mit der " Grande Nation ". Gott strafe Frankreich. Besten Dank

Juliane

02.07.2011, 18:27 Uhr

Sein Privatleben geht keinen etwas an!
Von wem und wie oft er sich einen blasen lässt, bleibt ihm überlassen - so lange es im gegenseitigen einvernehmen geschieht. Dass hier wieder einmal ein aufrichtiger Mann diffarmiert werden soll, liegt auf der Hand. Die Liste wird immer länger: Michael Jackson, David Copperfield, Andreas Türck, Kachelmann, Julian Assange und jetzt Strauss-Kahn. Die Fascho-Feministen graben sich mit solchen Aktionen selbst ihr Grab und verhöhnen gleichzeitig die tatsächlichen Opfer. Ich bin mal gespannt für wie viele Jahre diese kriminelle Frau in den Bau wandern wird. Es ist an der Zeit sich dem Humanismus zuzuwenden und dieser Faschistischen Ideologie, dem Feminismus, das Handwerk zu legen.

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