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16.07.2015

11:29 Uhr

Donald Trump

Der reichste Präsidentschaftskandidat aller Zeiten

Mit zehn Milliarden Dollar auf dem Konto ist Donald Trump der reichste Bewerber um das weiße Haus, den es je gab. Doch Geld ist nicht alles. Die Konkurrenten Bush und Clinton haben zwar weniger Geld, dafür aber die größeren Präsidentschaftschancen.

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DüsseldorfDer republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump besitzt ein Vermögen von mehr als zehn Milliarden Dollar (rund neun Milliarden Euro). Sein Wahlkampfteam legte am Mittwoch Dokumente mit Details seines Besitzes und Bargeldvermögens vor, die der Immobilien-Tycoon am Dienstag auch bei den US-Regulierungsbehörden eingereicht hatte.

Trump ist damit der reichste Kandidat, der sich jemals um das höchste Staatsamt in den USA beworben hat. Er übertraf Magnaten wie Ross Perot, Unternehmenserben wie Steve Forbes oder erfolgreiche Investoren wie Mitt Romney, der 2012 die Vorwahlen der Republikaner gewonnen hatte.

Seine Bewerbung ums Weiße Haus bestreitet Trump fast ausschließlich mit seinem Privatvermögen. Laut den nun veröffentlichten Dokumenten flossen bereits 1,8 Millionen Dollar in seine Kampagne. Mit seinem Vermögen könnte er sich aus Sicht von Beobachtern als wichtiger Akteur im Rennen um die Präsidentschaftsnominierung der Republikaner behaupten.

Dies dürfte allerdings das Missfallen der Parteioberen erregen, die befürchten, dass seine hartleibigen Kommentare über Einwanderung hispanische Wähler verschrecken könnten. Die Quelle von Trumps Einkommen speist sich unter anderem aus Einnahmen in Höhe von 214 Millionen Dollar für 14 Staffeln der Reality-TV-Sendung „The Apprentice“, in der er selbst mitspielt.

Sein Wahlkampfteam teilte zudem mit, dass Trump Anteile an fast 500 Unternehmen halte. Die von den Behörden bereitgestellten Formulare seien „nicht für Mann mit dem massiven Vermögen von Herrn Trump konzipiert“, fügte es hinzu.

Bei der Verkündung seiner Präsidentschaftsbewerbung hatte Trump den Umfang seiner Marken- und Marketingdeals mit 3,3 Milliarden Dollar angegeben. Allerdings bezifferte das „Forbes“-Magazin den Wert seiner Marke bei nur 125 Millionen Dollar. Und das war, bevor Trumps abfällige Kommentare über mexikanische Einwanderer ihn Geschäftspartnerschaften mit Unternehmen wie Macy's und Univision kosteten.

Finanziell mag sich Trump damit in der ersten Liga im politischen Gerangel um das Präsidentschaftsamt der USA bewegen. Doch von politischer Seite dürfte der schillernde Hotel-Tycoon kaum Chancen haben. Die mit weniger aber dennoch recht hohen Geldmitteln ausgestatteten Präsidentschaftsbewerber Hillary Clinton und Jeb Bush können sich weitaus mehr ausrechnen. Clinton ist Demokratin und frühere Außenministerin, Bush ist Republikaner und Ex-Gouverneur von Florida. Zwei wesentliche Merkmale einen die beiden dennoch: Mindestens eines ihrer Familienmitglieder war schon mal US-Präsident. Und beide Kandidaten haben bereits massig Geld für ihren Wahlkampf gesammelt – auch wenn die Summe nicht an Trumps Geldberg reicht.

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