Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.06.2017

20:11 Uhr

Donald Trump

Gespräche mit Comey nicht aufgezeichnet

Laut US-Präsident Donald Trump gibt es keinerlei Gesprächsaufzeichnungen zwischen ihm und dem ehemaligen FBI-Chef James Comey. Vor wenigen Wochen setzte Trump das Thema jedoch noch selbst via Twitter in die Welt.

Der amerikanische Präsident leugnet die Existenz entsprechender Tonbänder. AP

Donald Trump

Der amerikanische Präsident leugnet die Existenz entsprechender Tonbänder.

WashingtonUS-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben keine Aufnahmen seiner Gespräche mit dem damaligen FBI-Chef James Comey im Weißen Haus angefertigt. Das teilte Trump am Donnerstag auf Twitter mit. Über solche Aufnahmen wird seit Wochen spekuliert, Trump hatte das Thema damals selbst in die Welt gesetzt - ebenfalls auf Twitter.

Am Donnerstag schrieb Trump, angesichts breiter elektronischer Überwachung und des illegalen Weitergebens von Informationen wisse er nicht, ob von den Gesprächen mit Comey Aufzeichnungen existierten. Er habe jedenfalls keine gemacht, noch sei er in deren Besitz.

Kritik an Donald Trump: Trump wirbt für Trump

Kritik an Donald Trump

Trump wirbt für Trump

Nach dem Wahlkampf ist vor dem Wahlkampf – das gilt vor allem in den USA. Präsident Donald Trump wirbt bereits seit dem Tag seines Amtsantritts für seine Wiederwahl 2020. Bei einer Spendengala hagelt es aber Kritik.

Trump hatte Comey am 9. Mai überraschend entlassen. Danach hatte der Präsident getwittert, Comey solle besser hoffen, dass es keine Bänder der Gespräche gebe, bevor er Informationen an Medien durchsteche.

Der Ex-FBI-Chef hatte später in einer Senatsanhörung irritierende Details aus den Gesprächen mit dem US-Präsidenten genannt. Trump und seine Anwälte hatten dem widersprochen.

Die Aufzeichnungen oder „Bänder“ (tapes) spielten in der Diskussion über Comey und die dahinter liegende Russland-Affäre um eine Wahlbeeinflussung auch deswegen eine so große Rolle, weil sie eine mögliche Parallele der aktuellen Vorgänge zur Watergate-Affäre darstellten.

Anfang der 70er Jahre waren Aufzeichnungen von Gesprächen Präsident Richard Nixons im Weißen Haus aufgetaucht. In Folge der Affäre trat Nixon zurück.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×