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03.05.2017

21:28 Uhr

Donald Trump kehrt zurück

New York verschmäht seinen bekanntesten Sohn

Donald Trump ist durch und durch New Yorker. Er ist in der Metropole geboren und wohnt seit 30 Jahren dort im Trump Tower. Stolz sind die Einwohner aber nicht auf ihn – im Gegenteil: Sie empfangen ihn mit Protesten.

Die Rückkehr von Donald Trump in seine Heimatstadt wird von Protesten begleitet werden. AFP; Files; Francois Guillot

Proteste gegen Trump

Die Rückkehr von Donald Trump in seine Heimatstadt wird von Protesten begleitet werden.

New YorkDer Präsident kommt nach Hause. Der geborene New Yorker war seit seiner Amtseinführung Mitte Januar nicht mehr in der Stadt. Nun kehrt er zurück und erinnert an eine Seeschlacht während des Zweiten Weltkriegs. Geplant ist eine Ansprache auf einem stillgelegten Flugzeugträger. Einen freundlichen Empfang wird ihm seine Heimatstadt aber nicht bereiten.

In ganz New York sind für Donnerstag Proteste geplant, in der Nähe der ausrangierten „Intrepid“ genauso wie vor dem Trump Tower. „Tausende Menschen sind bereit, gegen ihn zu demonstrieren“, erklärt Steven Choi, Kodirektor der New York Immigration Coalition, die eine der größten Protestaktionen mit organisiert hat. „Während der ersten Reise des Präsidenten zurück nach New York wird die Welt sehen, wie wir uns erneut auflehnen und gegen ihn Stellung beziehen.“

Noch ist unklar, wie viele Menschen an den Aktionen in der Stadt teilnehmen werden. Die Trump-Kritiker setzen auf die sozialen Medien und rufen zu Versammlung an mehreren Orten in New York auf. Dort sollen sie protestieren gegen Trumps Einwanderungspolitik, das geplante neue Gesetz zur Gesundheitsfürsorge und andere seiner Entscheidungen.

Hunderte Polizisten werden allein den Auftritt Trumps auf der „Intrepid“ sichern, weitere stehen in der Umgebung bereit. Der Trump Tower, in dem der Präsident ein Penthouse besitzt, wird sowieso ständig von Polizei und Secret Service gesichert. Dort leben derzeit Ehefrau Melania und der zehnjährige Sohn Barron. Trump wird aber wohl nicht im Trump Tower übernachten, sondern das Wochenende in seinem Golfclub in Bedminster, New Jersey verbringen, etwa eine Autostunde von New York entfernt.

Anlass seiner Rede ist der 75. Jahrestag der Schlacht im Korallenmeer am 7. und 8. Mai 1942. Damals stoppten australische und amerikanische Truppen den japanischen Vorstoß im Pazifikraum. Eingeladen ist auch der australische Ministerpräsident Malcolm Turnbull, den Trump zum ersten Mal treffen wird.

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Zuletzt war Trump jedoch am 19. Januar in New York, am Tag vor seiner Amtseinführung. In dem Wolkenkratzer, der seit 30 Jahren sein Zuhause ist, leben neben Melania und Barron auch noch seine beiden erwachsenen Söhne, die die Geschäfte im Namen des Vaters weiterführen.

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