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Donald Trump

Seine Freunde, seine Feinde

Ein Jahr ist Donald Trump schon im Amt. Gerade ist er von seiner Asienreise wiedergekehrt – mit ungewöhnlichen Freundschaften im Gepäck. Die Weltgemeinschaft scheidet sich am US-Präsidenten. Wer ist Freund und wer Feind?

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Viele waren überrascht, wie ungewöhnlich handzahm sich der US-amerikanische Präsident auf seiner zweiwöchigen Asienreise gegeben hat. Kurz vor dem Ende seines Trips zeigte er sich dann noch im Partnerlook mit dem  philippinischen Präsidenten, Rodrigo Duterte und lobte die Politik des umstrittenen Machthabers. Trump kann aber auch ganz anders, was er meist über Twitter immer wieder eindrücklich demonstriert – und hat sich so nicht nur Freunde gemacht. Wir haben den Überblick. AP

Donald Trump und seine Freunde

Viele waren überrascht, wie ungewöhnlich handzahm sich der US-amerikanische Präsident auf seiner zweiwöchigen Asienreise gegeben hat. Kurz vor dem Ende seines Trips zeigte er sich dann noch im Partnerlook mit dem philippinischen Präsidenten, Rodrigo Duterte und lobte die Politik des umstrittenen Machthabers. Trump kann aber auch ganz anders, was er meist über Twitter immer wieder eindrücklich demonstriert – und hat sich so nicht nur Freunde gemacht. Wir haben den Überblick.

Bild: AP

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte, der für einen brutalen Antidrogenkrieg mit Tausenden Toten verantwortlich ist und seine Gegner gerne als Hurensohn beschimpft, zeigt beim Besuch von Donald Trump plötzlich eine charmante Seite: Im cremefarbenen Festtagshemd begibt sich der für seine rabiaten Äußerungen bekannte Politiker bei einem Staatsempfang in Manila an das Mikrofon – und schlägt ausnahmsweise sanfte Töne an: „Du bist das Licht in meiner Welt“, singt er in seiner Landessprache. Am Ende des Liebesliedes lässt er sein Publikum wissen: „Ich habe das Lied auf Wunsch des Oberbefehlshabers der Vereinigten Staaten vorgetragen.“ Reuters

Rodrigo Duterte: Freund

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte, der für einen brutalen Antidrogenkrieg mit Tausenden Toten verantwortlich ist und seine Gegner gerne als Hurensohn beschimpft, zeigt beim Besuch von Donald Trump plötzlich eine charmante Seite: Im cremefarbenen Festtagshemd begibt sich der für seine rabiaten Äußerungen bekannte Politiker bei einem Staatsempfang in Manila an das Mikrofon – und schlägt ausnahmsweise sanfte Töne an: „Du bist das Licht in meiner Welt“, singt er in seiner Landessprache. Am Ende des Liebesliedes lässt er sein Publikum wissen: „Ich habe das Lied auf Wunsch des Oberbefehlshabers der Vereinigten Staaten vorgetragen.“

Bild: Reuters

Bei einem bilateralen Treffen mit Duterte am Rand des Gipfels der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean lobte der US-Präsident die „herausragende Beziehung“ zwischen den Philippinen und den USA. Vermutlich mit Blick auf die Gesangseinlage seines Amtskollegen fügte er hinzu: „Die Show war fantastisch, du warst fantastisch.“ Und die Philippinen lieben Trump: Mehr als 70 Prozent der Bevölkerung unterstützen den US-Präsidenten, nur Duterte ist bei seinem Volk noch beliebter. Mit Kritik aufgrund von Menschenrechtsverletzungen hielt Trump sich dann auch zurück, was in den USA gar nicht gut ankam. AFP; Files; Francois Guillot

Eine ungewöhnliche Freundschaft

Bei einem bilateralen Treffen mit Duterte am Rand des Gipfels der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean lobte der US-Präsident die „herausragende Beziehung“ zwischen den Philippinen und den USA. Vermutlich mit Blick auf die Gesangseinlage seines Amtskollegen fügte er hinzu: „Die Show war fantastisch, du warst fantastisch.“ Und die Philippinen lieben Trump: Mehr als 70 Prozent der Bevölkerung unterstützen den US-Präsidenten, nur Duterte ist bei seinem Volk noch beliebter. Mit Kritik aufgrund von Menschenrechtsverletzungen hielt Trump sich dann auch zurück, was in den USA gar nicht gut ankam.

Bild: AFP; Files; Francois Guillot

Auf seiner zweiwöchigen Asienreise zeigte Trump sich von seiner umgänglichen Seite. Der japanische Premier Shinzo Abe bedankt sich mit passenden Golfkappen: „Donald und Shinzo. Machen die Partnerschaft noch größer“, steht darauf. „Wir mögen uns“, sagte Trump anschließend. „Ich glaube nicht, dass wir Japan je näher waren.“ Eine typische Übertreibung, aber auch eine spürbare Abkehr vom üblichen Gepolter. AFP; Files; Francois Guillot

Shinzo Abe: Freund

Auf seiner zweiwöchigen Asienreise zeigte Trump sich von seiner umgänglichen Seite. Der japanische Premier Shinzo Abe bedankt sich mit passenden Golfkappen: „Donald und Shinzo. Machen die Partnerschaft noch größer“, steht darauf. „Wir mögen uns“, sagte Trump anschließend. „Ich glaube nicht, dass wir Japan je näher waren.“ Eine typische Übertreibung, aber auch eine spürbare Abkehr vom üblichen Gepolter.

Bild: AFP; Files; Francois Guillot

Der nordkoreanische Diktator dürfte nicht so gut auf den Präsidenten der Vereinigten Staaten zu sprechen sein. In letzter Zeit drohte Trump dem Regime in Pjöngjang immer wieder. Während seiner Asienreise gab sich der US-Präsident dann plötzlich ganz anders und fand lobende Worte für Kim Jong Un: „Er hat eine sehr weise und gut durchdachte Entscheidung getroffen“, twitterte Trump. Schon wenige Tage später wieder eine Kehrtwende: Trump stellte auf Twitter die Frage, warum der nordkoreanische Staatschef es für nötig halte, ihn als „alt“ zu beleidigen. Er würde ihn nie als „klein“ oder „fett“ bezeichnen, schrieb er mit dem Wort „nie“ in Großbuchstaben. „Ich bemühe mich so stark, sein Freund zu sein, und vielleicht wird es eines Tages dazu kommen!“ Reuters

Kim Jong Un: Feind

Der nordkoreanische Diktator dürfte nicht so gut auf den Präsidenten der Vereinigten Staaten zu sprechen sein. In letzter Zeit drohte Trump dem Regime in Pjöngjang immer wieder. Während seiner Asienreise gab sich der US-Präsident dann plötzlich ganz anders und fand lobende Worte für Kim Jong Un: „Er hat eine sehr weise und gut durchdachte Entscheidung getroffen“, twitterte Trump. Schon wenige Tage später wieder eine Kehrtwende: Trump stellte auf Twitter die Frage, warum der nordkoreanische Staatschef es für nötig halte, ihn als „alt“ zu beleidigen. Er würde ihn nie als „klein“ oder „fett“ bezeichnen, schrieb er mit dem Wort „nie“ in Großbuchstaben. „Ich bemühe mich so stark, sein Freund zu sein, und vielleicht wird es eines Tages dazu kommen!“

Bild: Reuters

Kim hatte zuvor mitgeteilt, dass die Pläne für einen Angriff auf die US-Pazifikinsel Guam vorerst zurückgestellt würden. Trump erwähnte das Angriffsvorhaben zwar nicht direkt, fügte aber hinzu: „Die Alternative wäre sowohl katastrophal als auch inakzeptabel gewesen!“ Die erheblichen Spannungen zwischen Nordkorea und den USA hatten daraufhin ein wenig nachgelassen, begleitet auch von diplomatischen Bemühungen und Druck Chinas. Trump hatte Nordkorea zuletzt mit „Feuer und Wut“ gedroht und damit vor dem Hintergrund der atomaren Bewaffnung beider Länder für große Unruhe gesorgt. AP

Gefährlicher Konflikt

Kim hatte zuvor mitgeteilt, dass die Pläne für einen Angriff auf die US-Pazifikinsel Guam vorerst zurückgestellt würden. Trump erwähnte das Angriffsvorhaben zwar nicht direkt, fügte aber hinzu: „Die Alternative wäre sowohl katastrophal als auch inakzeptabel gewesen!“ Die erheblichen Spannungen zwischen Nordkorea und den USA hatten daraufhin ein wenig nachgelassen, begleitet auch von diplomatischen Bemühungen und Druck Chinas. Trump hatte Nordkorea zuletzt mit „Feuer und Wut“ gedroht und damit vor dem Hintergrund der atomaren Bewaffnung beider Länder für große Unruhe gesorgt.

Bild: AP

Der saudische König bin Salman und Kronprinz Mohammed sind angetan von Donald Trump. Und er von ihnen. So eindeutig wie Trump hat sich schon lange kein US-Präsident mehr auf die Seite Saudi-Arabiens gestellt. Allerdings: Die Harmonie dürfte zumindest ein bisschen getrübt werden. Denn Washington kann sich keine Dauerfehde unter den Golfstaaten erlauben. Um den aktuellen Streit mit Katar zu beenden, werden auch die Saudis ein Stück weit nachgeben müssen. AFP; Files; Francois Guillot

König bin Salman: Freund

Der saudische König bin Salman und Kronprinz Mohammed sind angetan von Donald Trump. Und er von ihnen. So eindeutig wie Trump hat sich schon lange kein US-Präsident mehr auf die Seite Saudi-Arabiens gestellt. Allerdings: Die Harmonie dürfte zumindest ein bisschen getrübt werden. Denn Washington kann sich keine Dauerfehde unter den Golfstaaten erlauben. Um den aktuellen Streit mit Katar zu beenden, werden auch die Saudis ein Stück weit nachgeben müssen.

Bild: AFP; Files; Francois Guillot

In Venezuela tobt seit Monaten ein brutaler Machtkampf zwischen dem linksnationalistischen Staatschef Nicolas Maduro und der Mitte-rechts-Opposition. Es gebe mehrere Möglichkeiten, „darunter eine militärische Option, falls nötig“, sagte Trump nach gewalttätigen Ausschreitungen in Caracas im August. „Wir haben Truppen auf der ganzen Welt, an weit entfernten Orten. Venezuela ist nicht sehr weit weg, und die Menschen dort leiden und sterben“, sagte der US-Präsident weiter. Maduro warnte Trump: Auf mögliche Aggressionen werde Venezuela „mit den Waffen in der Hand“ reagieren. Maduro wirft den USA regelmäßig vor, seine Regierung stürzen zu wollen. AP

Nicolas Maduro: Feind

In Venezuela tobt seit Monaten ein brutaler Machtkampf zwischen dem linksnationalistischen Staatschef Nicolas Maduro und der Mitte-rechts-Opposition. Es gebe mehrere Möglichkeiten, „darunter eine militärische Option, falls nötig“, sagte Trump nach gewalttätigen Ausschreitungen in Caracas im August. „Wir haben Truppen auf der ganzen Welt, an weit entfernten Orten. Venezuela ist nicht sehr weit weg, und die Menschen dort leiden und sterben“, sagte der US-Präsident weiter. Maduro warnte Trump: Auf mögliche Aggressionen werde Venezuela „mit den Waffen in der Hand“ reagieren. Maduro wirft den USA regelmäßig vor, seine Regierung stürzen zu wollen.

Bild: AP

Venezuela leidet unter der schwersten wirtschaftlichen Krise des Landes, nirgendwo auf der Welt ist die Inflation höher. Präsident Nicolas Maduros Restrukturierungspläne könnten Experten zufolge die schwerste Schuldenkrise in Südamerika seit der Staatspleite Argentiniens 2001 auslösen. US-Präsident Donald Trump untersagte deswegen per Dekret den Handel mit neuen venezolanischen Staatsanleihen. Betroffen ist davon auch der Ölkonzern PDVSA, der eine wichtige Einnahmequelle für Venezuela darstellt. Ölverkäufe stehen für 95 Prozent der Exporte und bilden das Fundament der venezolanischen Wirtschaft. AFP; Files; Francois Guillot

Feindbild Trump

Venezuela leidet unter der schwersten wirtschaftlichen Krise des Landes, nirgendwo auf der Welt ist die Inflation höher. Präsident Nicolas Maduros Restrukturierungspläne könnten Experten zufolge die schwerste Schuldenkrise in Südamerika seit der Staatspleite Argentiniens 2001 auslösen. US-Präsident Donald Trump untersagte deswegen per Dekret den Handel mit neuen venezolanischen Staatsanleihen. Betroffen ist davon auch der Ölkonzern PDVSA, der eine wichtige Einnahmequelle für Venezuela darstellt. Ölverkäufe stehen für 95 Prozent der Exporte und bilden das Fundament der venezolanischen Wirtschaft.

Bild: AFP; Files; Francois Guillot

„Ein sehr klare, positive Chemie“ machte US-Außenminister Rex Tillerson nach einem Treffen zwischen den beiden Präsidenten im Sommer aus. Nachdem sie schnell miteinander warm geworden seien, „gab es einfach so viel zu besprechen, sie wollten es einfach nicht abbrechen“, sagte Tillerson, auf die Überlänge des Treffens angesprochen. Sogar Trumps Frau Melania sei zwischenzeitlich hereingekommen, weil sie die beiden dazu bringen wollte, endlich Schluss zu machen. Reuters

Wladimir Putin: Freund

„Ein sehr klare, positive Chemie“ machte US-Außenminister Rex Tillerson nach einem Treffen zwischen den beiden Präsidenten im Sommer aus. Nachdem sie schnell miteinander warm geworden seien, „gab es einfach so viel zu besprechen, sie wollten es einfach nicht abbrechen“, sagte Tillerson, auf die Überlänge des Treffens angesprochen. Sogar Trumps Frau Melania sei zwischenzeitlich hereingekommen, weil sie die beiden dazu bringen wollte, endlich Schluss zu machen.

Bild: Reuters

Der Umgang des amerikanischen Präsidenten mit seinem russischen Kollegen steht in Trumps Heimat unter besonderer Beobachtung: Mehrere Vertreter des Trump-Teams stehen im Verdacht, eng mit Moskau zusammengearbeitet zu haben, um Trump im vergangenen Jahr zum Wahlsieg zu verhelfen. Für den US-Präsidenten ist eine Begegnung mit Putin ein Balanceakt, weil er Russlands Unterstützung im Atomkonflikt mit Nordkorea gewinnen will. AP

Russland und die USA

Der Umgang des amerikanischen Präsidenten mit seinem russischen Kollegen steht in Trumps Heimat unter besonderer Beobachtung: Mehrere Vertreter des Trump-Teams stehen im Verdacht, eng mit Moskau zusammengearbeitet zu haben, um Trump im vergangenen Jahr zum Wahlsieg zu verhelfen. Für den US-Präsidenten ist eine Begegnung mit Putin ein Balanceakt, weil er Russlands Unterstützung im Atomkonflikt mit Nordkorea gewinnen will.

Bild: AP

Teheran ist wieder Washingtons Erzfeind. Und umgekehrt. In dieser Einschätzung weiß Trump auch die meisten Republikaner hinter sich. Eine Annäherung ist also nicht abzusehen. Die Zeichen stehen auf Konfrontation, nicht unbedingt militärisch, sicher aber politisch. Als „Desaster“, „Blamage“ und den „schlimmsten jemals ausgehandelten Deal“ hat der US-Präsident das Atom-Abkommen mit dem Iran angeprangert. Doch vor der letzten Konsequenz ist er am Ende doch zurückgeschreckt. Zumindest vorerst will Trump die historische Vereinbarung seines Vorgängers Obama von 2015 in Kraft lassen. dpa

Hassan Ruhani: Feind

Teheran ist wieder Washingtons Erzfeind. Und umgekehrt. In dieser Einschätzung weiß Trump auch die meisten Republikaner hinter sich. Eine Annäherung ist also nicht abzusehen. Die Zeichen stehen auf Konfrontation, nicht unbedingt militärisch, sicher aber politisch. Als „Desaster“, „Blamage“ und den „schlimmsten jemals ausgehandelten Deal“ hat der US-Präsident das Atom-Abkommen mit dem Iran angeprangert. Doch vor der letzten Konsequenz ist er am Ende doch zurückgeschreckt. Zumindest vorerst will Trump die historische Vereinbarung seines Vorgängers Obama von 2015 in Kraft lassen.

Bild: dpa

Trump ging schon im Wahlkampf auf Konfrontationskurs mit dem südlichen Nachbarn der USA. Stichworte: Mauerbau, Außenhandel. Inzwischen wird die Suppe nicht mehr ganz so heiß gegessen wie sie gekocht wurde. Das gegenseitige Verhältnis hat sich von feindselig auf distanziert verbessert. Und die Mauer wird wohl nie gebaut und sicher nicht von Mexiko bezahlt werden. dpa

Enrique Pena Nieto: Feind

Trump ging schon im Wahlkampf auf Konfrontationskurs mit dem südlichen Nachbarn der USA. Stichworte: Mauerbau, Außenhandel. Inzwischen wird die Suppe nicht mehr ganz so heiß gegessen wie sie gekocht wurde. Das gegenseitige Verhältnis hat sich von feindselig auf distanziert verbessert. Und die Mauer wird wohl nie gebaut und sicher nicht von Mexiko bezahlt werden.

Bild: dpa

Xi Jinping sei ein „großartiger Präsident“, sagte Trump nach seiner Asien-Reise. Auch persönlich badet der US-Präsident im Glanze des Besuches: Man habe eine gute Chemie miteinander. Statt bloße „25 bis 30 Minuten lang“ das Abendessen in der Verbotenen Stadt einzunehmen, hat man sich doch tatsächlich am Ende „mindestens zwei Stunden“ Zeit genommen. Er wurde hofiert wie ein Kaiser. AP

Xi Jinping: Freund

Xi Jinping sei ein „großartiger Präsident“, sagte Trump nach seiner Asien-Reise. Auch persönlich badet der US-Präsident im Glanze des Besuches: Man habe eine gute Chemie miteinander. Statt bloße „25 bis 30 Minuten lang“ das Abendessen in der Verbotenen Stadt einzunehmen, hat man sich doch tatsächlich am Ende „mindestens zwei Stunden“ Zeit genommen. Er wurde hofiert wie ein Kaiser.

Bild: AP

Xi Jinping hat ein Etappenziel erreicht, von dem Chinas Mächtige lange geträumt haben: Ihr Land wird von den Vereinigten Staaten als ebenbürtig behandelt. Aber das bedeutet nicht, dass die neue Welt der G2 (Amerika und China) besser ist als die alte. China ist jetzt zwar auf „Augenhöhe“. Aber es wäre eine Sensation, wenn sich Peking mit diesem Status auf Dauer zufriedengäbe. AP

Chinas Agenda

Xi Jinping hat ein Etappenziel erreicht, von dem Chinas Mächtige lange geträumt haben: Ihr Land wird von den Vereinigten Staaten als ebenbürtig behandelt. Aber das bedeutet nicht, dass die neue Welt der G2 (Amerika und China) besser ist als die alte. China ist jetzt zwar auf „Augenhöhe“. Aber es wäre eine Sensation, wenn sich Peking mit diesem Status auf Dauer zufriedengäbe.

Bild: AP

Ungarns rechtsnationaler Ministerpräsident Viktor Orban ist der einzige Regierungschef eines EU-Landes, der schon im Vorfeld seine Vorliebe für Trump erklärt hatte. „Seine Außenpolitik ist gut für Europa und bedeutet Leben für Ungarn.“ Ähnlich wie Orban hetzt auch Trump gegen Flüchtlinge und lehnt den sogenannten „Demokratie-Export“ – das Einmahnen von demokratischen Standards – ab. AP

Viktor Orban: Freund

Ungarns rechtsnationaler Ministerpräsident Viktor Orban ist der einzige Regierungschef eines EU-Landes, der schon im Vorfeld seine Vorliebe für Trump erklärt hatte. „Seine Außenpolitik ist gut für Europa und bedeutet Leben für Ungarn.“ Ähnlich wie Orban hetzt auch Trump gegen Flüchtlinge und lehnt den sogenannten „Demokratie-Export“ – das Einmahnen von demokratischen Standards – ab.

Bild: AP

Trump hatte schon im Wahlkampf den Brexit begrüßt und damit die EU-Partner bereits vor seiner Wahl vor den Kopf gestoßen. Dass er in einem Interview kurz vor Amtsantritt die Entscheidung der Briten als „klug“ bezeichnete, da die EU nur Mittel zum Zweck für Deutschland sei, hat ihn in Berlin und Brüssel allerdings Sympathie gekostet. Zuletzt stellte er der britischen Premierministerin Theresa May einen bevorzugten Zugang zum US-Markt in Aussicht, was in Brüssel auch als Versuch gesehen wird, die Verhandlungsposition der EU in den Brexit-Gesprächen zu schwächen. Reuters

Theresa May: Freund

Trump hatte schon im Wahlkampf den Brexit begrüßt und damit die EU-Partner bereits vor seiner Wahl vor den Kopf gestoßen. Dass er in einem Interview kurz vor Amtsantritt die Entscheidung der Briten als „klug“ bezeichnete, da die EU nur Mittel zum Zweck für Deutschland sei, hat ihn in Berlin und Brüssel allerdings Sympathie gekostet. Zuletzt stellte er der britischen Premierministerin Theresa May einen bevorzugten Zugang zum US-Markt in Aussicht, was in Brüssel auch als Versuch gesehen wird, die Verhandlungsposition der EU in den Brexit-Gesprächen zu schwächen.

Bild: Reuters

Handel, Steuern, Schulden: Europäer und Amerikaner liegen in jeder wichtigen Wirtschaftsfrage über Kreuz. Vor allem in Trumps Bestrebungen für mehr Protektionismus sehen die Mitglieder eine Gefahr für die Weltwirtschaft. EU-Ratspräsident Donald Tusk schrieb nach Trumps Einreisestopp für Menschen aus Staaten mit mehrheitlich muslimischen Einwohnern gar einen Brandbrief an den US-Präsidenten. Trumps Chef-Wirtschaftsberater Peter Navarro wiederum warf den Deutschen vor, den seit Längerem relativ niedrigen Eurokurs für Handelsvorteile auf Kosten der USA und seiner europäischen Partner zu nutzen. AP

Die EU: Skeptiker

Handel, Steuern, Schulden: Europäer und Amerikaner liegen in jeder wichtigen Wirtschaftsfrage über Kreuz. Vor allem in Trumps Bestrebungen für mehr Protektionismus sehen die Mitglieder eine Gefahr für die Weltwirtschaft. EU-Ratspräsident Donald Tusk schrieb nach Trumps Einreisestopp für Menschen aus Staaten mit mehrheitlich muslimischen Einwohnern gar einen Brandbrief an den US-Präsidenten. Trumps Chef-Wirtschaftsberater Peter Navarro wiederum warf den Deutschen vor, den seit Längerem relativ niedrigen Eurokurs für Handelsvorteile auf Kosten der USA und seiner europäischen Partner zu nutzen.

Bild: AP

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