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20.07.2011

17:59 Uhr

Drakonische Maßnahmen

Zyperns Zentralbank schlägt Alarm

Nun trifft die Schuldenkrise auch den griechischen Nachbarn Zypern. Die Lage ist prekär, nun schlägt der Chef der zyprischen Zentralbank Alarm.

Nach einer Explosion Mitte Juli fällt ständig der Strom aus. Quelle: dapd

Nach einer Explosion Mitte Juli fällt ständig der Strom aus.

NikosiaDie Wirtschaft in Zypern befindet sich nach Angaben der Zentralbank des Landes im „Ausnahmezustand“ und bedarf zu ihrer Rettung umgehend „drakonischer Maßnahmen“. In einem von der Nachrichtenagentur AFP eingesehenen Schreiben von Zentralbankchef Athanasios Orphanides vom 18. Juli an Staatspräsident Dimitris Christofias heißt es, um das Schlimmste zu verhindern - insbesondere Finanzhilfen von außen - müssten sofort neue, strengere Maßnahmen ergriffen werden. Es war das erste Mal, dass sich der Zentralbankchef zu möglichen Finanzhilfen für Zypern äußerte.

Der Zentralbankgouverneur verweist auf das ungünstige internationale Klima, die Schwierigkeit, Kredite im Ausland aufzunehmen und die wirtschaftlichen Folgen der tödlichen Explosionen auf einem Militärstützpunkt im Süden des Inselstaats. Dabei war am 11. Juli Zyperns Hauptelektrizitätswerk zerstört worden, tägliche Stromausfälle sind die Folge.

Die Dauer-Schuldenkrise des Nachbarn Griechenlands nannte der Zentralbankchef nicht ausdrücklich, beide Länder sind aber finanziell und wirtschaftlich stark miteinander verflochten. Für Freitag hat Präsident Christofias ein Krisentreffen angesetzt, auf dem die wirtschaftliche Lage erörtert werden soll.

Von

afp

Kommentare (1)

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Profit

20.07.2011, 19:34 Uhr

Die zypriotische Regierung sollte einmal Kontenforschung in Limassol betreiben. Aber wie in ganz Griechenland: Bevor die eigenen (bzw. russische) Milliardäre belangt werden, lieber in Deutschland betteln und deutsche Institutionen und Firmen erpressen!

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