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07.01.2011

06:00 Uhr

Dramatischer Appell

Geithner warnt Kongress vor Zahlungsunfähigkeit der USA

VonRolf Benders, Nils Rüdel

Mit drastischen Worten hat US-Finanzminister Timothy Geithner an den Kongress appelliert, die Obergrenze für den Schuldenberg anzuheben. Es drohe Zahlungsunfähigkeit, sollten die USA nicht neue Schulden aufnehmen können. Die Folgen könnten die der Finanzkrise übertreffen, Millionen Amerikaner würden ihre Jobs verlieren.

US-Finanzminister Geithner: "Verlust von Millionen Arbeitsplätzen". Reuters

US-Finanzminister Geithner: "Verlust von Millionen Arbeitsplätzen".

NEW YORK/DÜSSELDORF. US-Finanzminister Timothy Geithner hat das seit Jahresbeginn von der Opposition dominierte US-Repräsentantenhaus mit drastischen Worten vor einer Zahlungsunfähigkeit der USA gewarnt, um die Abgeordneten zum Absegnen weiterer Schulden zu bewegen.

Die USA könnten bereits vor dem 31. März die gesetzlich festgelegte Obergrenze für den Schuldenberg erreichen, mahnte Geithner am Donnerstag in einem Brief an den neuen Sprecher des Repräsentantenhauses, John Boehner, den Senats-Mehrheitsführer Harry Reid und sämtliche Abgeordnete des Kongresses.

Selbst eine kurzfristige oder begrenzte Zahlungsunfähigkeit hätte katastrophale wirtschaftliche Folgen, die für Jahrzehnte anhalten würden und die Konsequenzen der Finanzkrise übertreffen könnten, so Geithner. „Nie in unserer Geschichte hat der Kongress der Anhebung des Schuldenlimits die Zustimmung versagt, wenn es nötig war, dies zu tun“, schrieb der Finanzminister. Wenn dies nicht geschehe, könnte dies die Zahlungsunfähigkeit der US-Regierung bedeuten und „könnte zum Verlust von Millionen Arbeitsplätzen führen“.

Derzeit liegt die Schuldenobergrenze bei 14,3 Billionen Dollar. Die Verschuldung lag Stand Montag bei 13,95 Billionen Dollar, so dass der Regierung noch ein Spielraum von 355 Milliarden Dollar bleibt. Schätzungen des US-Finanzministeriums zufolge könnte der bereits am 31. März, spätestens aber am 16. Mai ausgereizt sein. Deshalb müsse der Kongress die Grenze unbedingt vor dem Ende des ersten Vierteljahres erhöhen, um das Risiko einer Zahlungsunfähigkeit abzuwenden, sagte Geithner gestern. Die Regierung könne das Erreichen des Schuldenlimits selbst mit außergewöhnlichen Maßnahmen nur um einige Wochen hinauszögern.

Geithner ließ offen, wie stark er das Schuldenlimit ausdehnen will. Das US-Parlament hatte die Obergrenze in den vergangenen vier Jahren mehrfach angehoben, zuletzt vor gut einem Jahr.

Kommentare (33)

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The Apocalypse begins

06.01.2011, 23:07 Uhr

ruthless is the ruin

06.01.2011= 6+1+11 = 18 = 6+6+6=666

06.01.2011, 23:08 Uhr

The Show begins

inkognito

06.01.2011, 23:28 Uhr

Es gibt tatsächlich noch menschen die sich über den anstieg des gold und silberpreises wundern ... lehman war ein witz , der echte big bang kommt noch...

glücklicherweise ist eine konstruktive lösung schon parat ..
der kongress segnet ab, dass auf die 14 billionen schulden (!) noch weitere draufgesattelt werden ...

eine grandiose rettung des greenback !

god bless america

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