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24.07.2017

03:36 Uhr

„Drastische Maßnahmen“

Scaramucci will Enthüllungen verhindern

Trumps neuer Kommunikationschef Scaramucci hat angekündigt, undichte Stellen im Weißen Haus zu stopfen. Um weitere Enthüllungen zu verhindern, wolle er drastische Maßnahmen ergreifen, so der Ex-Finanzier.

Trumps neuer telegener Kommunikationsdirektor will hart durchgreifen: Keine Enthüllungsgeschichten mehr aus dem Weißen Haus. AP

Scaramucci

Trumps neuer telegener Kommunikationsdirektor will hart durchgreifen: Keine Enthüllungsgeschichten mehr aus dem Weißen Haus.

WashingtonDer neue Kommunikationsdirektor im Weißen Haus, Anthony Scaramucci, hat „drastische Maßnahmen“ angekündigt, um die undichten Stellen im Weißen Haus zu beseitigen. „Wir müssen die Leaks stoppen“, sagte der 53-jährige Ex-Finanzier dem Sender Fox News am Sonntag (Ortszeit). Dies habe höchste Priorität. Was derzeit geschehe, deute auf einen hohen Grad an Unprofessionalität hin, „und es hilft nicht dem Präsidenten. (...). Ich werde drastische Maßnahmen ergreifen, um die Leaks zu stoppen.“

Der Posten des Kommunikationsdirektors war seit Mai unbesetzt gewesen. Scaramuccis Berufung hatte den Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, am Freitag zum Rücktritt veranlasst. Trumps Präsidentschaft ist überschattet vom Streit, ob Russland sich in den Wahlkampf um das Präsidentenamt 2016 eingemischt hat und ob, wenn ja, Trump-Mitarbeiter daran beteiligt waren. Scaramucci sagte, er werde Mitarbeiter einsparen, um die Leaks aus dem Weißen Haus zu stoppen. Allerdings seien solche Bemühungen durch das Kommunikationsbüro nur begrenzt möglich. Er wolle einen Neuanfang, möglichst für jeden im Team.

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Schon in seinem allerersten Auftritt stellte Spicer die unwahre Behauptung auf, das Publikum bei Donald Trumps Vereidigung sei das größte aller Zeiten gewesen. Seither heimste er sich immer wieder Kritik und Spott ein.

Scaramucci musste sich zu Beginn seines neuen Jobs gleich mit einer weiteren Medien-Enthüllung befassen. Die "Washington Post" berichtete unter Berufung auf Insider, der Präsident habe sich in Zusammenhang mit den Russland-Untersuchungen über seine Befugnisse unterrichten lassen, Mitarbeiter, Familienmitglieder und sogar sich selbst zu begnadigen.

Trump reagierte am Wochenende auf den Bericht mit einer Bemerkung auf Twitter, in der er das Durchstechen von Informationen zur Verwendung gegen die Regierung als Verbrechen bezeichnete und darauf verwies, dass er die vollständige Macht für Begnadigungen habe. Scaramucci sagte, Trump habe sich mit dem Begnadigungs-Tweet nur auf die neue Enthüllung bezogen. Der Präsident sei verständlicherweise verärgert, wenn man kurz über etwas spreche und die Leute dies dann wenig später unter der Hand weitergäben. Es gebe keinen Grund für Trump, irgendwen zu begnadigen

Kommentare (1)

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Herr Tomas Maidan

24.07.2017, 09:14 Uhr

Ulkig ist, dass die Republikaner gar nicht auf die Idee kommen, dass es der RUSSISCHE Geheimdienst sein könnte, der die Leaks veröffentlicht. Es ist nicht unbedigt so, dass die Russen nun 100% loyal zu Trump sind. Die Durchstechereien gegen ihn sind kleine Stromschläge, die ihn weiter auf russische Linie bringen sollen. (Auflösung der NATO, keinen Beistand für die Ukraine, Bodentruppen für Assad, Ende der Sanktionen).

Selbstverständlich werden der Trump-Tower und seine Golfanlagen komplett verwanzt sein. Dort gingen russiche KGB-Leute und russische Mafiosi ein und aus. Wer sich derart hingebungsvoll in die Arme eines Geheimdienstmannes wie Putin begibt, muss sich darüber nicht wundern, wenn er eine Marionette wird. Wie naiv kann man sein, dass man glaubt, Putin würde einen korrupten Vollidioten wie Trump politisch oder menschlich MÖGEN...

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