Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.07.2011

23:02 Uhr

Drittes Reich

Neun NS-Täter in Italien verurteilt

In Verona sind neun deutsche NS-Verbrecher zu lebenslänglicher Haft verurteilt worden. Ein Militärgericht befand die ehemaligen Wehrmachtsangehörigen für schuldig, an einem Massaker in beteiligt gewesen zu sein.

Deutsche Wehrmachtssoldaten werden nach ihrer Gefangennahme von US-amerikanischen Soldaten bewacht. Quelle: dpa

Deutsche Wehrmachtssoldaten werden nach ihrer Gefangennahme von US-amerikanischen Soldaten bewacht.

VeronaIn einem der letzten großen Prozesse gegen NS-Täter sind in Italien neun Deutsche in Abwesenheit zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt worden. Ein Militärgericht in Verona befand die früheren Wehrmachtsangehörigen am Mittwochabend für schuldig, im Frühjahr 1944 an Massakern in Norditalien beteiligt gewesen zu sein. Dabei starben insgesamt etwa 400 Zivilisten. Drei weitere Angeklagte waren während des Prozesses gestorben, wie italienische Medien berichteten.

Die Verurteilten gehörten der Fallschirm-Panzerdivision „Hermann Göring“ an, Mehr als 65 Jahre nach den Taten in der Toskana und in der Emilia sind sie heute knapp 90 oder über 90 Jahre alt. Nach sechsjährigen Ermittlungen war in Abwesenheit gegen sie verhandelt worden.

Deutschland weigere sich bis heute, Täter aus der NS-Zeit ohne ihr Einverständnis auszuliefern, hatte die Arbeitsgemeinschaft Reggio-Emilia als Prozessbeobachterin vor der Urteilsverkündung kritisiert. Etliche Zivilparteien und Angehörige der im Zuge einer „Partisanenbekämpfung“ umgebrachten Zivilisten hatten den Prozess verfolgt.

Von

dpa

Kommentare (7)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

06.07.2011, 23:42 Uhr

Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Italienische_Sozialrepublik



Judenverfolgung


Mit dem Einmarsch der deutschen Truppen gewann die Judenverfolgung in Italien eine neue Dimension. Bereits im September des Jahres 1943 kam es zu einem Massaker der 1. SS-Panzer-Division Leibstandarte-SS Adolf Hitler an jüdischen Familien, die sich an den Lago Maggiore (Langensee) geflüchtet hatten. Im Oktober und November folgten „Judenaktionen“ in mehreren großen Städten; im jüdischen Ghetto in Rom wurden mehr als 1.200 Menschen verhaftet. Die RSI setzte den Verfolgungen nichts entgegen. Am 14. November 1943 erklärte die neue Partito Fascita Repubblicano in ihrem Manifest die Juden zu Feinden. Damit verloren sie de facto ihre Staatsangehörigkeit und die letzten verbliebenen Rechte. Zwei Wochen später verfügte der neue Innenminister Guido Buffarini Guidi die Einweisung aller Juden in Konzentrationslager und den Einzug ihres Vermögens durch den Staat. Die Juden wurden nun von den italienischen Sicherheitskräften verhaftet, in Lager transportiert und dann den Deutschen übergeben, die ihre Deportation organisierten. Die meisten Transporte gingen nach Theresienstadt, zum Teil auch nach Auschwitz. Kaum ein Jude kehrte zurück. Viele Verhaftungen waren nur möglich, weil es viele Denunzianten gab. Allerdings konnten auch viele Juden untertauchen. In Rom sollen mehr als 4.000 Juden im Vatikan und in Einrichtungen der katholischen Kirche Zuflucht gefunden haben.

Revision

07.07.2011, 05:27 Uhr

solche Prozesse kennt man auch unter der Bezeichnung "kangaroo court".

Revision

07.07.2011, 05:33 Uhr

Genau wie auch du, Dummschule, Wikipedia ist immer politisch Korrekt. Die Wahrheit wird man da ganz bestimmt nicht finden.
Darum ist in Deutschland recherchieren in dieser Hinsicht VERBOTEN!!!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×